Ausmisten und dabei noch Geld verdienen

Vieles, was sich im Lauf von Jahren angesammelt hat, kann man bei genauer Betrachtung entbehren. Gerade bei einem Umzug lohnt es sich nicht immer, ältere Einrichtungsgegenstände in die neue Wohnung mitzunehmen. Aber was tun, wenn Möbel, die einem nicht mehr gefallen, für den Sperrmüll viel zu schade sind? Zum Glück lassen sich viele Dinge auch gebraucht gut verkaufen.

Dem Nachmieter überlassen

Sicher die einfachste Methode, beim Umzug gut erhaltene Einrichtungsgegenstände zu entsorgen, ist ihr Überlassen an den neuen Mieter. Bei Interesse wird während der Wohnungsbesichtigung eine Abstandszahlung vereinbart. Besonders Praktisch: man lässt die Möbel beim Auszug einfach in der alten Wohnung stehen.

Secondhand-Läden und Kaufhäuser

Auch wer einen Nachlass verwalten muss, sollte sich ruhig einmal in einem Gebrauchtwaren-Kaufhaus umsehen. Denn Secondhand-Kaufhäuser übernehmen ganze Wohnungsauflösungen einschließlich Abholung. Der Ankauf ist seriös und für den Verkauf wird ein fester Termin vereinbart. Zwar haben nicht alle gebrauchten Einrichtungsgegenstände Wiederverkaufswert, doch ein Anruf lohnt sich.

Wer vorher mit einem Foto seines Möbelstücks vorbeikommt, stellt sicher, dass es wirklich angenommen wird. Gerne gesehen sind Waschmaschinen und andere gut erhaltene Elektro-Großgeräte. Auch antike Möbel sind willkommen. Für sie wird meist sogar eine Anzahlung geleistet.

Entsorgen, Ausmisten auf Flohmärkten

Flohmärkte – nicht nur was für Profis

Egal, ob es um Geschirr, edles Silberbesteck, außergewöhnliche Schmuckstücke, alte Schallplatten, antikes Sielzeug oder ungewöhnliche Kleidungsstücke geht – Flohmarktverkäufe machen Spaß! Beim Flohmarkt gelingt es sogar manchmal, auch in kurzer Zeit viel zu verkaufen. Es kommt vor allem auf den richtigen Typ und Ort an.

Wo und wann geeignete Flohmärkte stattfinden, erfährt man aus der Tagespresse, im Rathaus, von Aushängen in Geschäften und häufig durch Mundpropaganda. Zunächst müssen die Öffnungszeiten, Standgebühren und Aufbaumöglichkeiten recherchiert werden. Flohmarktbesucher sind kritisch. Darum lohnt es sich, die Klientel, die sich regelmäßig am gewählten Flohmarkt aufhält, zu kennen.

Sollte der Flohmarkt buchstäblich ins Wasser fallen, ist es gut, eine Alternative in petto zu haben. Am Verkaufstag wird alles möglichst früh auf einem Stand aufgebaut, für den Gebühren zu entrichten sind. In manchen Städten ist es möglich, am Ende des Tages die Dinge stehen zu lassen, die nicht mehr mit nach Hause sollen. Diese werden von der Müllabfuhr entsorgt. Meist muss man seinen Platz aber wieder leer und sauber verlassen.

Ohne Auto ist Ausmisten mit anschließendem Verkauf nicht zu bewältigen. Ansonsten sind ausreichend Wechselgeld, Geldkassette, Abdeckplane und Regenkleidung ein „Muss“. Flohmärkte sind ideal für kommunikative Menschen, die Spaß am Verkaufen haben, Stehvermögen besitzen und gerne feilschen. Egal, ob die Standplätze frei wählbar sind oder fest vergeben werden, früh aufstehen ist Pflicht. Lange vor dem offiziellen Start kommen eingefleischte Flohmarktkenner, auf der Suche nach dem besonderen Schnäppchen. Wer jetzt noch alles in Kisten verpackt anbietet, hat das Nachsehen.

Gute Verkaufsgelegenheiten für alle Artikel, die sich ums Kind drehen, sind Flohmärkte in dörflichen Gemeinden, Kinderkleiderflohmärkte in Pfarreien und Fahrradbörsen an Schulen. Eine tolle Gelegenheit, um den übervollen Kleiderschrank im Kinderzimmer auszumisten.



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Verkaufsplattformen im Internet

Um seine Waren im Internet zu präsentieren, sind aussagekräftige Fotos und sinnvolle Beschreibungen der Produkte erforderlich. Es geht um die bestmögliche Art, seinen Artikel zu präsentieren. Darum sollten genügend Zeit und Gedanken in die Angebotsgestaltung investiert werden. Nicht nur die Aufbereitung des Angebots, auch seine Abwicklung benötigt Zeit.

Um beim Internet-Verkauf auch Geld zu verdienen, eignen sich Gegenstände, die leicht zu verpacken und zu versenden sind. Das Porto kann man dem Kunden in Rechnung stellen. Für sperrige Gegenstände ist Selbstabholung oder Versenden durch eine Spedition sinnvoller.

Das Internet bietet den Vorteil, sein Produkt einem großen Interessentenkreis zugänglich zu machen. Da gerade hier der bestmögliche Preis erzielt werden kann, nehmen die meisten gerne den höheren Zeitaufwand in Kauf.

Versteigern mit einer Portion Spieltrieb

Varianten des Internet-Verkaufs sind Versteigerungen. Sie sind sehr beliebt, da Waren auch hier einem breiten Publikum angeboten werden können. Wer Zeit hat und über genügend Spieltrieb verfügt, für den sind Internet-Auktionen ideal. Welcher Preis am Ende herauskommt, ist immer eine Überraschung. Seitens des Verkäufers sind Gebühren zu entrichten, auch um Abwicklung und Versand muss man sich selbst kümmern. Wer mehrere Produkte im Angebot hat, braucht Geduld, alle seine Auktionen zu beobachten. Beim direkten Inserat verdient man häufig mehr.

In Anzeigenblättern inserieren

Ein Inserat in einem Kleinanzeigenblatt ist online, telefonisch oder gleich am Schalter möglich. Aushänge am „schwarzen Brett“ in Supermärkten, Baumärkten, Schulen, Kindergärten und Gemeindehäusern sind aber nach wie vor populär und erfolgreich. Auch in Zeiten des Internet findet man durch Zeitungsinserate immer wieder Käufer. So können gerade Menschen, die kein Interesse an Technik haben, angesprochen werden.

Ideal ist es, sowohl  im gedruckten als auch im Online-Teil eines Anzeigenblattes zu inserieren. Um schnell auf Anfragen zu reagieren, sollte man per Telefon erreichbar sein. Die Mobilnummer hat sich bewährt, um vor Spaßanrufen am Festnetzanschluss sicher zu sein.

Merke: Es gibt etliche Möglichkeiten, mit seinen gebrauchten Einrichtungsgegenständen Geld zu verdienen. Lediglich etwas Zeit, Erfindungsreichtum, Geduld und Freude am Verkaufen sind erforderlich, um das eine oder andere alte Stück „unter den Hammer“ zu bringen. Und am Unzugstag freut man sich, wenn der Trödel endlich nicht mehr mitreisen muss.

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