Bei Auszug werden farbige Wände wieder weiß

Was ja eigentlich naheliegend ist, hat der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil unterstrichen. Wer nach seinem Auszug farbige Wände hinterlässt und dafür vom Vermieter nicht zur Kasse gebeten wurde hat einfach Glück gehabt. Wände sind grundsätzlich in einer Farbe zu hinterlassen, die für möglichst viele Mietinteressenten akzeptabel ist (Az.: VIII ZR 416/12). 

Wände müssen beim Auszug gestrichen werden

Das gilt im Übrigen nicht nur für Wandfarben. Es ist ein Fall bekannt, in dem ein Mieter Fußleisten gelb strich. Der Vermieter hat diesen Zustand seinerzeit bei der Wohnungsübergabe akzeptiert, hätte er aber nicht müssen. Ähnlich gelagert ist ein Fall, in dem der Mieter beim Hauseigentümer die Erlaubnis einholte, die hässlich grünen Küchenfliesen in einer zur Einbauküche passenden Farbe zu überstreichen. Der Vermieter stimmte zu, bestand jedoch beim Auszug auf die Entfernung der Latexfarbe.

Wer es bunt mag, sollte sich überlegen in welchem Umfang und mit welchen Materialien er die Verschönerungsarbeiten vornimmt. Im Zweifel nimmt der Vermieter eine anschließende Korrektur durch einen Malerfachbetrieb vor und hält die Kosten von der zurückgehaltenen Mietkaution ein. Das Recht dazu hat er.

 

 

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