OECD-Studie: Deutschland ist das beliebteste Einwanderungsland in Europa

Das Jahr 2013 ist ein Rekordjahr für die Bundesrepublik. Die anhaltende Euro-Krise treibt Hunderttausende Zuwanderer nach Deutschland.

OECD-Studie-ZuwanderungDeutschland ist mittlerweile zu einem der weltweit beliebtesten Einwanderungsländer geworden. Mit etwa 400 000 dauerhaften Zuwanderern im Jahr 2012 liegt die Bundesrepublik zum ersten Mal auf dem zweiten Rang hinter den USA. Darunter versteht die OECD alle Personen, die mindestens ein Jahr in diesem Land bleiben. Studenten sind von dieser Studie ausgenommen. Das sind so viele wie seit 20 Jahren nicht und kein anderes Mitglied der OECD hatte einen vergleichbaren Anstieg.

Ein Grund für diesem Rekord ist vor allem im wirtschaftlichen Aufwärtstrend der vergangenen Jahre zu sehen und die anhaltende Euro-Krise in Südeuropa. Ein Vergleich mit 2012 zeigt einen deutlichen Anstieg an Zuzügen aus Italien und Spanien nach Deutschland. Aber auch die Menschen aus Mittel- und Osteuropa, den neueren EU-Staaten wie Kroatien, Bulgarien und Rumänien, wandern verstärkt aus und gerne nach Deutschland. Die meisten Zuwanderer stammen aus Polen, wie auch in den Jahren zuvor.

Wer profitiert von den Zuwanderungen?
Der Saldo aus allen Zu- und Wegzügen in allen Bundesländern lag bei 437.000. Das ist  ebenfalls ein Rekord. Vor allem das größte Bundesland profitiert von der steigenden Zuwanderung aus den europäischen Nachbarländern. Es zogen 91.000 Personen mehr aus dem Ausland nach Bayern als insgesamt wegzogen. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind die Zahlen der Zu- und Abwanderung ebenfalls sehr positiv. 2012 zogen rund 400.000 Menschen – das ist ein Plus von Rund 38 Prozent – nach Berlin, Köln, München, Frankfurt, Hamburg und in die Regionen.

Ein weiterer Gewinner dieser Zuwanderung ist die Deutsche Wirtschaft. Nicht nur der Konsum dürfte ansteigen, mit den neuen Migranten kommen auch besser qualifizierte und ausgebildete Facharbeiter ins Land, die dank der hohen Nachfrage auch schnell eine Arbeitsstelle finden.

Die OECD-Studie gibt es hier als PDF: http://www.oecd.org/berlin/Is-migration-really-increasing.pdf

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