BGH-Urteil stärkt Recht auf Untervermietung

Das Arbeitsleben verlangt Mobilität und Flexibilität. Einige Jahre berufsbedingt im Ausland arbeiten und leben ist für viele durchaus eine normale Lebenssituation. Aber deswegen gleich alle Zelte abbrechen, obwohl man langfristig wieder zurückkommen möchte, kommt oftmals nicht in Frage

bgh-urteil-untervermietung-3Auch beim Ehepaar aus Hamburg. Diese wollten ihre Mietwohnung für die Dauer eines mehrjährigen beruflich bedingten Aufenthalts in Kanada teilweise untervermieten und danach wieder in ihre alte Wohnung zurück. Zwei Zimmer, das dritte Zimmer wollte man für gelegentliche Übernachtungen und die Aufbewahrung einiger Dinge nutzen. 

Der Vermieter zeigte sich damit nicht einverstanden und untersagte dies. Anwalt und Vertreter der Wohnungsgesellschaft Siegfried Mennemeyer argumentierte, das ein Zimmer lediglich als Lager- und nicht mehr als Wohnraum genutzt wurde.

Der Vorsitzende Richter Peter Frellesen stärkt jedoch den Anspruch auf die teilweise Untervermietung einer Wohnung nach Paragraf 553 BGBDie BGH-Richter des VIII. Zivilsenat wiesen die Klage der Wohnungsgesellschaft zurück. Der Vermieter muss nun auf Grund der verweigerten Untervermietung einen Schadensersatz wegen der entgangenen Einnahmen von 7.475 Euro leisten.

Der Deutsche Mieterbund begrüßt das Urteil: „Wir halten die Entscheidung für gerecht und praxistauglich“, so Ulrich Roberts, Sprecher des Mieterbund. Angesichts von knappem Wohnraum in Großstädten wird es immer wichtiger. Besonders für Studenten, die einige Semester im Ausland studieren und Ihre Wohnung nicht aufgeben möchten.

Weitere wegweisende Gerichtsurteile und Informationen zum Mietrecht: http://www.umzug.info/recht/

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