Anmeldung bei der Meldebehörde – Hilfen zum Meldeschein und Angaben zu Fristen

Das Meldegesetz schreibt vor, dass sich alle Einwohner mit ihren Wohnungsdaten zu registrieren haben. Veraltet spricht man auch von einer „polizeilichen Registrierung“. Wer umzieht, sollte darauf achten die Ummeldung beim Bürgeramt oder Einwohnermeldeamt nicht allzu lange aufzuschieben.

Gesetzlich ist man verpflichtet sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug in die neue Wohnung anzumelden (§ 11 MeldeG). Nimmt man es nicht so genau mit der Ummeldung ist das eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Die Abmeldung bei der Meldebehörde am bisherigen Wohnort ist vor vielen Jahren entfallen. Diese Information tauschen die Gemeindeverwaltungen unter sich aus, ohne dass der Bürger hier tätig werden muss.

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Wer sich ummelden muss

Jede Person, die in der neuen Wohnung lebt, muss nach dem Meldegesetz registriert werden. Prinzipiell muss jede anzumeldende Person einen eigenen Meldeschein verwenden. Ausnahme: Personen, die bisher zusammen lebten und auch künftig eine Wohngemeinschaft bilden, können einen gemeinsamen Meldeschein verwenden. In diesem Fall muss auch nur einer der Meldepflichtigen die Anmeldung unterschreiben.

Auskünften kann man widersprechen

Interessant ist, welchen Auskünften man ausdrücklich zustimmen muss und welche Möglichkeiten bestehen, um bestimmte Auskünfte zu unterbinden. Altersauskünften muss man beispielsweise zustimmen und auch der Datenübermittlung zu anderen Behörden (Meldedaten-Übermittlungsverordnung) Hingegen kann widersprochen werden, wenn Parteien oder Privatleute via Internet-Auskunftsdiensten Daten aus dem Melderegister anfordern. Auch eine umfassende Auskunftssperre ist möglich. Hierzu muss eine persönliche Gefährdung vorliegen. Wenn die Auskunftssperre beantragt wird, muss der Antragsteller die Hintergründe des Antrags ausführlich begründen.

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Registrierung einer Vertrauensperson

Weitgehend unbekannt: Im Melderegister kann eine Vertrauensperson eingetragen werden, die bei bestimmten Notfällen informiert werden soll. Ob diese Eintragung für Notfälle bundesweit möglich ist, ist nicht bekannt, da die Meldegesetze in einzelnen Kommunen und Bundesländern unterschiedlich ausgelegt werden. Die Registrierung einer „Notfall-Person“ beim Meldeamt ist jedenfalls eine gute Sache und kann z. B. in Berlin vorgenommen werden.

Weitere Informationen zum Thema „Wohnsitz ummelden“:

Welche Unterlagen werden zur Ummeldung des Wohnsitzes benötigt?

http://www.ummelden.de/wohnsitz-ummeldung.html

Meldepflicht, Bürgeramt, Arbeitsagentur, Online-Möglichkeiten

http://www.umzug.info/ummelden/

Kfz-Zulassung, Checkliste und bundesweiter Zulassungsservice

http://www.umzug.info/autozulassung.html

Bundesweiter Meldeämter-Test der größten Stadtverwaltungen

http://www.meldeaemter.de/

 

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