Umzugsplanung: Tipps für die reibungslose Vorbereitung

Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen“, sagt der Volksmund. Nun ja, in punkto Umzugsplanung irrt man jedenfalls wenig, wenn man behauptet, dass kaum Planung zu erheblichem Stress führt.

Die Vorbereitung bezieht sich auf zwei Kernbereiche: 1.tens auf die logistischen Herausforderungen und 2.tens auf die Finanzierung des Umzugsvorhabens. Die nachfolgenden Tipps sollen helfen, die gröbsten Fehler transportseitig zu vermeiden.  

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Generell gilt: Je umfangreicher das Umzugsvorhaben ist, umso wichtiger ist die rechtzeitige zeitliche Vorbereitung des Auszugs. Während sich Studentenbuden noch vergleichsweise „aus der Hüfte“ und mit der spontanen Hilfe von Freunden umziehen lassen, ist das spätestens bei einem mittelgroßen Umzug ab 70 Quadratmetern kaum noch möglich.

Die Umzugstatistik belegt, dass die Mehrheit der Privatleute hierzulande den Wohnungswechsel 1 bis 3 Monate vor dem Auszugsdatum vorbereitet. 20 Prozent geben an mit den Vorbereitungen zu spät begonnen zu haben und wollen das beim nächsten Mal verbessern. 39 Prozent haben die Herausforderungen der Renovierung unterschätzt.

Die häufigsten Planungsfehler

Entweder es mangelt an der verbleibenden Zeit bis zum Auszugstag, um alle erforderlichen Arbeiten zu erledigen, an Hilfskräften beim Möbel- und Kistenschleppen oder die Reserven auf dem Girokonto werden von den Umzugsausgaben überrascht.

Weitere Klassiker in der mangelhaften Vorbereitung sind: nicht ausreichend genug Umzugskisten zur Verfügung zu haben, eine hohe Ausfallquote privater Möbelträger am Auszugstag sowie Schwierigkeiten einen geeigneten Transporter aufzutreiben oder diesen dann nicht vor dem Haus parken zu können. Wer im Vorfeld nicht gewissenhaft ausmistet, ist zudem gezwungen überflüssiges in den neuen vier Wänden einzulagern.

Den „roten Bereich“ am Auszugstag vermeiden

Das viele von uns den Umzug als „sehr anstrengend“ bezeichnen hat auch damit zu tun, dass häufig Versäumnisse am Tag des Auszugs selbst noch „ausgebügelt“ werden müssen. Z. B. Fahrten in einen nahegelegenen Baumarkt zählen hierzu, Telefonate (um doch noch schnell Hilfskräfte zu mobilisieren) und ein allgemeines Chaos beim Beladen durch unzureichende Aufgabenverteilungen. Während Umzugsprofis geübten Arbeitsabläufe folgen, verschleißen die Tragekräfte bei Laien oftmals schneller als gedacht. Das gilt insbesondere dann, wenn alle Arbeiten an einem einzigen Tag vorgenommen werden, etwa um die Kosten der Autovermietung niedrig zu halten.

In diesem Fall können selbst innerörtliche Umzüge schnell in Stress ausarten, z. B. wenn Reste des Hausstands noch eingepackt, Möbel demontiert, und Kisten beschriftet werden müssen. Nicht selten wird auch die Zeit unterschätzt, die notwendig ist, um den Umzugswagen zu beladen und die Fracht zu sichern.

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Aus- und Einzug am gleichen Tag vermeiden

3 von 4 Privatleute, die in Deutschland umziehen, stemmen die Herausforderungen selbst und mit unentgeltlicher Unterstützung von Freunden und der Familie. Bei allem Ehrgeiz kann sich der Wohnungswechsel schnell zur „Herkulesaufgabe“ entwickeln. Vor allem, wenn sich unvorhergesehene Zeitverzögerungen (Witterung, Zusatzaufgaben, Stau, weniger Helfer als erwartet, etc.) ergeben. Eintagesumzüge sind hier besonders anfällig und nicht selten müssen Umzugshelfer das private Hab und Gut in nahezu unbelichtete Räume abladen. Besonders in den Monaten mit kürzeren Tageslichtzeiten ist das unbedingt bei der Planung zu berücksichtigen. Denn in diesen Fällen steigt nicht nur die Bruch- und Unfallgefahr beim Transport sondern es ergibt sich auch zwangsläufig ein Chaos bei der Verteilung in der neuen Wohnung.

Wenn sich der Auszug und der Einzug an einem einzigen Tag nicht vermeiden lässt, so sollte man mit den Aktivitäten unbedingt in den frühen Morgenstunden beginnen, selbst wenn man zu den Langschläfern gehört.

Mehr Infos zum Thema „Umzug vorbereiten“

Umziehen mit Plan

http://www.umzug-planung.de/

Planung – so lassen sich typische Fehler vermeiden

http://www.umzug.info/umzugsplanung.html

 

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Welche Schäden Vermieter beim Auszug akzeptieren müssen

Renovierungsarbeiten stehen bei Mietern nicht gerade hoch im Kurs. Idealerweise lassen sich ganz vermeiden oder werden zumindest in der bisherigen Wohnung gerne selbst in die Hand genommen.

Vor diesem Hintergrund verwundert es kaum, dass eine aktuelle Studie eines Marktforschungsinstituts für Umzüge in Deutschland gerade einmal 500 Euro ermittelte, die durchschnittlich für die Wiederherstellung der alten Wohnung von Mietern bezahlt werden. Überwiegend werden diese Kosten für Malerarbeiten ausgegeben.

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Hierzulande beschäftigen sich tausende Gerichtsverfahren mit Auseinandersetzungen zwischen Vermietern und Mietern. Der Zustand der Wohnung nach dem Auszug sowie Betriebskostenabrechnungen stellen das Gros der Streitpunkte. Dabei hat der Gesetzgeber in beiden Fällen recht eindeutige Urteile gefällt. Gerade in punkto Schönheitsreparaturen (der Begriff ist gesetzlich umstritten), d. h. – besser – bei Renovierungsarbeiten existieren eine Reihe von Grundsatzurteilen, die vor allem die Rechte von Mietern stärken.

Das wohl wichtigste Urteil fällte das Landgericht Braunschweig (Az. 6 S 175/94). Es betrifft die gesetzliche Relevanz eines Wohnungsübergabeprotokolls und den Beschluss, dass Mängel, die seitens des Vermieters (nach vorherigem Akzeptieren des Protokolls) versucht werden geltend gemacht zu werden, hinfällig sind. In diesem Fall hat der Vermieter Pech. Das Wohnungsübergabeprotokoll ist gesetzlich bindend. Spätere Ansprüche sind nicht schadensersatzrelevant.

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Richtungweisend sind auch andere Urteile. Das Amtgericht Köln (WuM 95, 312) befand, dass schwarze Fugen nicht geweißt werden und kleine Kratzerspuren an Fliesen nicht vom Mieter behoben werden müssen. Auch das BGH spricht ein wichtiges Urteil (Aktenzeichen VIII ZR 124/05). Es bezieht sich auf die besenreine Übergabe einer Wohnung. Der Begriff ist demnach wortwörtlich zu nehmen und schließt die Pflicht ein, groben Schmutz zu entfernen, doch beispielsweise nicht die Fenster zu putzen. Häufiger Streitpunkt sind zudem Kratzer in Fußböden. Diese sind von Vermietern hinzunehmen, sofern sie über normale Gebrauchsspuren nicht hinausgehen (also z. B. Weinflecken, tiefe Einkerbungen, Risse oder Brandlöcher).

Eine Menge Zündstoff bietet der Begriff „fachgerecht“ z. B. im Falle von Malerarbeiten. Der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VIII ZR 294/09) hat zwar hierzu entschieden das auch Laien Renovierungsarbeiten ausführen dürfen, doch in der Praxis ist die Auslegung des Wortes „fachgerecht“ recht dehnbar und führt immer wieder zu Auseinandersetzungen, bei denen Vermieter nicht selten den Zugriff auf die hinterlegte Mietkaution geltend machen.

Mehr Informationen zum Thema Wohnungsübergabe und Mietrecht

http://www.umzug.info/mietvertrag/

http://www.umzug.info/recht/

http://www.wohnungsuebergabeprotokoll.de/

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Ausmisten und dabei noch Geld verdienen

Vieles, was sich im Lauf von Jahren angesammelt hat, kann man bei genauer Betrachtung entbehren. Gerade bei einem Umzug lohnt es sich nicht immer, ältere Einrichtungsgegenstände in die neue Wohnung mitzunehmen. Aber was tun, wenn Möbel, die einem nicht mehr gefallen, für den Sperrmüll viel zu schade sind? Zum Glück lassen sich viele Dinge auch gebraucht gut verkaufen.

Dem Nachmieter überlassen

Sicher die einfachste Methode, beim Umzug gut erhaltene Einrichtungsgegenstände zu entsorgen, ist ihr Überlassen an den neuen Mieter. Bei Interesse wird während der Wohnungsbesichtigung eine Abstandszahlung vereinbart. Besonders Praktisch: man lässt die Möbel beim Auszug einfach in der alten Wohnung stehen.

Secondhand-Läden und Kaufhäuser

Auch wer einen Nachlass verwalten muss, sollte sich ruhig einmal in einem Gebrauchtwaren-Kaufhaus umsehen. Denn Secondhand-Kaufhäuser übernehmen ganze Wohnungsauflösungen einschließlich Abholung. Der Ankauf ist seriös und für den Verkauf wird ein fester Termin vereinbart. Zwar haben nicht alle gebrauchten Einrichtungsgegenstände Wiederverkaufswert, doch ein Anruf lohnt sich.

Wer vorher mit einem Foto seines Möbelstücks vorbeikommt, stellt sicher, dass es wirklich angenommen wird. Gerne gesehen sind Waschmaschinen und andere gut erhaltene Elektro-Großgeräte. Auch antike Möbel sind willkommen. Für sie wird meist sogar eine Anzahlung geleistet.

Entsorgen, Ausmisten auf Flohmärkten

Flohmärkte – nicht nur was für Profis

Egal, ob es um Geschirr, edles Silberbesteck, außergewöhnliche Schmuckstücke, alte Schallplatten, antikes Sielzeug oder ungewöhnliche Kleidungsstücke geht – Flohmarktverkäufe machen Spaß! Beim Flohmarkt gelingt es sogar manchmal, auch in kurzer Zeit viel zu verkaufen. Es kommt vor allem auf den richtigen Typ und Ort an.

Wo und wann geeignete Flohmärkte stattfinden, erfährt man aus der Tagespresse, im Rathaus, von Aushängen in Geschäften und häufig durch Mundpropaganda. Zunächst müssen die Öffnungszeiten, Standgebühren und Aufbaumöglichkeiten recherchiert werden. Flohmarktbesucher sind kritisch. Darum lohnt es sich, die Klientel, die sich regelmäßig am gewählten Flohmarkt aufhält, zu kennen.

Sollte der Flohmarkt buchstäblich ins Wasser fallen, ist es gut, eine Alternative in petto zu haben. Am Verkaufstag wird alles möglichst früh auf einem Stand aufgebaut, für den Gebühren zu entrichten sind. In manchen Städten ist es möglich, am Ende des Tages die Dinge stehen zu lassen, die nicht mehr mit nach Hause sollen. Diese werden von der Müllabfuhr entsorgt. Meist muss man seinen Platz aber wieder leer und sauber verlassen.

Ohne Auto ist Ausmisten mit anschließendem Verkauf nicht zu bewältigen. Ansonsten sind ausreichend Wechselgeld, Geldkassette, Abdeckplane und Regenkleidung ein „Muss“. Flohmärkte sind ideal für kommunikative Menschen, die Spaß am Verkaufen haben, Stehvermögen besitzen und gerne feilschen. Egal, ob die Standplätze frei wählbar sind oder fest vergeben werden, früh aufstehen ist Pflicht. Lange vor dem offiziellen Start kommen eingefleischte Flohmarktkenner, auf der Suche nach dem besonderen Schnäppchen. Wer jetzt noch alles in Kisten verpackt anbietet, hat das Nachsehen.

Gute Verkaufsgelegenheiten für alle Artikel, die sich ums Kind drehen, sind Flohmärkte in dörflichen Gemeinden, Kinderkleiderflohmärkte in Pfarreien und Fahrradbörsen an Schulen. Eine tolle Gelegenheit, um den übervollen Kleiderschrank im Kinderzimmer auszumisten.



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Verkaufsplattformen im Internet

Um seine Waren im Internet zu präsentieren, sind aussagekräftige Fotos und sinnvolle Beschreibungen der Produkte erforderlich. Es geht um die bestmögliche Art, seinen Artikel zu präsentieren. Darum sollten genügend Zeit und Gedanken in die Angebotsgestaltung investiert werden. Nicht nur die Aufbereitung des Angebots, auch seine Abwicklung benötigt Zeit.

Um beim Internet-Verkauf auch Geld zu verdienen, eignen sich Gegenstände, die leicht zu verpacken und zu versenden sind. Das Porto kann man dem Kunden in Rechnung stellen. Für sperrige Gegenstände ist Selbstabholung oder Versenden durch eine Spedition sinnvoller.

Das Internet bietet den Vorteil, sein Produkt einem großen Interessentenkreis zugänglich zu machen. Da gerade hier der bestmögliche Preis erzielt werden kann, nehmen die meisten gerne den höheren Zeitaufwand in Kauf.

Versteigern mit einer Portion Spieltrieb

Varianten des Internet-Verkaufs sind Versteigerungen. Sie sind sehr beliebt, da Waren auch hier einem breiten Publikum angeboten werden können. Wer Zeit hat und über genügend Spieltrieb verfügt, für den sind Internet-Auktionen ideal. Welcher Preis am Ende herauskommt, ist immer eine Überraschung. Seitens des Verkäufers sind Gebühren zu entrichten, auch um Abwicklung und Versand muss man sich selbst kümmern. Wer mehrere Produkte im Angebot hat, braucht Geduld, alle seine Auktionen zu beobachten. Beim direkten Inserat verdient man häufig mehr.

In Anzeigenblättern inserieren

Ein Inserat in einem Kleinanzeigenblatt ist online, telefonisch oder gleich am Schalter möglich. Aushänge am „schwarzen Brett“ in Supermärkten, Baumärkten, Schulen, Kindergärten und Gemeindehäusern sind aber nach wie vor populär und erfolgreich. Auch in Zeiten des Internet findet man durch Zeitungsinserate immer wieder Käufer. So können gerade Menschen, die kein Interesse an Technik haben, angesprochen werden.

Ideal ist es, sowohl  im gedruckten als auch im Online-Teil eines Anzeigenblattes zu inserieren. Um schnell auf Anfragen zu reagieren, sollte man per Telefon erreichbar sein. Die Mobilnummer hat sich bewährt, um vor Spaßanrufen am Festnetzanschluss sicher zu sein.

Merke: Es gibt etliche Möglichkeiten, mit seinen gebrauchten Einrichtungsgegenständen Geld zu verdienen. Lediglich etwas Zeit, Erfindungsreichtum, Geduld und Freude am Verkaufen sind erforderlich, um das eine oder andere alte Stück „unter den Hammer“ zu bringen. Und am Unzugstag freut man sich, wenn der Trödel endlich nicht mehr mitreisen muss.

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