Nachsendeauftrag – wie verwirrend bezahlte Anzeigen bei Google auf Verbraucher wirken

Seit längerem gibt es Ärger beim Online-Nachsendeauftrag. Wenig Einfluss darauf hat, jedoch leidtragend daran ist die Deutsche Post AG, vor allem imagemäßig. Ihr jährlich millionenfach in Anspruch genommenes Hauptangebot für Umziehende wird von Fremdanbietern mit weiteren Dienstleistungen umhüllt und prominent in Suchmaschienenergebnissen beworben. Das dass der Post stinkt, ist verständlich, denn nicht selten fühlen sich Verbraucher hinters Licht geführt, sobald Sie erkennen das Leistungen überteuert eingekauft wurden, die vermeintlich überhaupt nicht benötigt werden. Auch das Unverständnis darüber, dass der mächtige Postkonzern üppig mitverdienende „Trittbrettfahrer“ nicht beseitigen lässt, wächst. 

Inwieweit hier eine arglistige Täuschung von Verbrauchern vorliegt, müssten Juristen beurteilen und soll an dieser Stelle nicht erörtert werden. Tatsache ist jedenfalls, dass die massive Bewerbung eines generischen Begriffs wie „Nachsendeauftrag“ rechtlich zulässig ist, da es sich nicht um einen Begriff handelt, der markenrechtlich zu schützen ist.

Abzocke beim Nachsendeauftrag? Wir haben die Wirkung von Online-Werbung getestet.

 

Rechtsgrundlage „Post nachsenden“

„Nachsendebeauftragung“ wurde seitens der Post vorübergehend Ende der 1990er Jahre verwendet, um die Dienstleistungsveränderung aufzuzeigen. Zu Zeiten der Bundespost sprach man von einem Nachsendeantrag. Dann, im Zuge der Privatisierung wandelte sich der behördenmäßig klingende „Antrag“ verstärkt in einen „Auftrag“. Auch wenn die Deutsche Post AG bevorzugt längst von einem Nachsendeservice spricht, der seit dem Jahr 2003 kostenpflichtig und begrifflich eine geschützte Marke ist, verwendet das größte Post- und Logistikunternehmen der Welt bis heute weiterhin beide Ursprungsbegriffe (siehe auch nachsendeauftrag.de und nachsendeantrag.de).

 

Gelb/schwarze Angebote mit dem Nachsendeservice-Kern auf Kundenfang

Findige Geschäftsleute machen sich das zunutze, ummanteln den Nachsendeservice mit zusätzlichen Diensten und bewerben das Angebot massiv mit teuer eingekauften Premium-Werbeplätzen bei Google, selbstverständlich mit dem Begriff „Nachsendeauftrag“.

Inwieweit diese Mehrwertdienste ihr Geld wert sind, soll nicht Inhalt dieser Zeilen sein; berechtigte Zweifel daran lassen sich jedenfalls finden, zumal diese Zusatzdienste von anderen Postdienstleistern teilweise kostenfrei (!) bereitgestellt werden (z. B. Gratis-Service von Post Modern, der Media Logistik GmbH, Dresden).

 

„Sich nicht über den Tisch ziehen lassen“, warnt die Post

Bereits am 29. Oktober 2014 reagierte die Deutsche Post erstmals offiziell und warnte   vor „Abzocke beim Nachsendeservice“ in Form einer Pressemeldung. In der Unternehmensmeldung wird nicht nur das für Unternehmensverhältnisse drastische Wort der „Abzocke“ verwendet. Der Duden führt als Synonyme dazu immerhin „über den Tisch ziehen“ sowie „schröpfen“ und „ausnehmen“. Die Pressemeldung rät explizit von Internet-Angeboten ab, die die Unwissenheit von Verbrauchern ausnutzen und Nachsendeaufträge zu deutlich überhöhten Preisen anbieten.

Die Wortwahl des Meldungstextes bleibt deftig. Des Weiteren ist in der Pressemeldung die Rede von „Trittbrettfahrern“ und auch davon, dass sich die Angebote auf Interseiten fänden, die „denen der Deutschen Post ähnelten“. Im Herbst 2014 veröffentlichte die Deutsche Post eine Zahl von zirka 4.000 „arglosen Kunden“ die monatlich betroffen wären.

Alle Komplettanbieter weiteten ihre Reichweite im Jahr 2015 kräftig aus, so dass die genannte Zahl wohl inzwischen deutlich höher einzuschätzen ist.

 

Nachsendeauftrag beim Drittanbieter stellen – ohne Datenschutzrisiken?

Überraschend verhalten wies die Deutsche Post 2014 auf mögliche Datenschutz-Probleme hin, da nicht sichergestellt sei, dass die Weitergabe der Daten per Widerspruch unterbunden werden könne. Tatsächlich ist das ein ernstzunehmender Punkt; nämlich dann, wenn nicht sichergestellt ist, wie diese Komplettanbieter mit den gesammelten Adressdaten der Nachsendekunden in der Praxis verfahren. Laut dem neuen Meldegesetz, das ab 1. November 2015 in Kraft ist, müssen z. B. gewerbliche Meldeauskünfte zweckgebunden sein und die beliebige Verwendung der Meldedaten wird eingeschränkt (Verhinderung von Datenpooling). Vor diesem Hintergrund ist die Verarbeitung von Umzugsadressen durch Privatunternehmen via Google-Werbeeinkauf ggf. kritischer zu beurteilen als in der öffentlichen Wahrnehmung bisher bekannt.

Nachsendeauftrag Copytest mit Interviews

 

Führen Drittanbieter Nachsendeauftragskunden in die Irre?

Wie groß ist der Ärger für Verbraucher? Wie groß ist der Imageschaden für die Deutsche Post? Wir haben die Situation einmal näher betrachtet und die Situation mit den Kollegen der „Umzug AG“ erörtert, die sich mit Marktforschungsfragen beschäftigen und u. a. 2014 eine umfassende Marktstudie zum Umzugsverhalten hierzulande für die Telekom Deutschland durchführten.

Gemeinsam mit den Marktforschern entschieden wir uns für einen Kurztest, mittels eines Testverfahrens, das in der Marketing-Kommunikation häufig angewendet wird, um die Wirkung von Werbeanzeigen bzw. eines Angebots auf Zielgruppen zu überprüfen. Dieses „Copytest“ genannte Verfahren wendeten wir im Zeitraum zwischen Oktober und Ende Dezember 2015 bei 36 Befragten an, die sich zum Zweck der Werbeforschung aus dem Bekanntenkreis, Freundeskreis, Verwandtenkreis sowie aus Arbeitskollegen-Kontakte freiwillig rekrutieren ließen.

 

Nicht repräsentativ, doch höchst aufschlussreich

Dass die Testmethode keine repräsentativen Ergebnisse erzeugen würde, war von vorne herein klar und auch in Kenntnis der hierfür notwendigen Rahmenbedingungen nicht beabsichtigt, da hierfür weitaus mehr Aufwand hätte betrieben werden müssen.

Umso wichtiger war uns die völlige Unvoreingenommenheit der Befragten, um ein objektives Feedback der Interview-Partner zu erhalten. Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass die Befragungszeit mit durchschnittlich 5-8 Minuten relativ kurz ausfiel und es sich mit der Ausnahme von 3 Personen um Privatleute handelte, die nicht mit der Vorbereitung eines Umzugs beschäftigt waren.

Im Einzelnen wurden um ihre Einschätzung gebeten: 8 Personen in der Altergruppe 18-29 Jahre, 9 Personen zwischen 29-39 Jahre, 12 Personen im Alter zwischen 39-49 Jahre, 7 Personen, die älter als 49 Jahre alt waren. Der Anteil der Befragten mit akademischer Ausbildung lag mit über 60 Prozent (23) über dem Bevölkerungsdurchschnitt.

 

Die Befragungsinhalte zur „Wirkung der Nachsendeauftragsangebote“

Da die Befragungen von unterschiedlichen Personen in unterschiedlichen Situationen vorgenommen wurde, wurden die Befragungsinhalte bewusst schlicht gehalten. Aus diesem Grund sind die Ergebnisse als Einschätzungen zu werten. Im Einzelnen wurden folgende Dinge abgefragt:

  • Vorlage eines vergrößerten Screenshots auf Pappe aufgezogen für den Zeitraum von 6 Sekunden. Frage: Beschreibe/beschreiben Sie an was Sie sich erinnern können.
  • Eingabe des Wortes „Nachsendeauftrag“ im Google Suchschlitz verbunden mit der Bitte die dargestellten Ergebnisse zu beschreiben.
  • Aufruf der Suchmaschinen-Ergebnisse bei Eingabe von „Nachsendeauftrag“ mit der Fragestellung, was auffällig an den Ergebnissen ist.
  • Stichproben beim Anklicken der Adwords (Werbeeinblendungen) und der Ergebnisse der organischen Suche mit der Bitte um eine Einschätzung, woher die Angebote stammen.

Mit Ausnahme des Copytests, bei dem die Ranking-Ergebnisse auf Pappe aufgezogen den Probanden präsentiert wurden, gab es keine Zeitvorgaben. Auf eine Beurteilung der Nachsendeauftragsangebote mittels mobiler Geräte wurde komplett verzichtet, um eine bessere Vergleichbarkeit (aufgrund der Ergebnissichtbarkeit) zu gewährleisten.

 

Wirkung der Ergebnisse bei Suche nach "Nachsendeauftrag"

 

1. Aufschlussreiche Befragungsergebnisse bei der Copytest & Marketing-Wirkung

In den zur Verfügung stehenden 6 Sekunden hatten die Befragten die Aufgabe Gesehenes zu erfassen, zu beurteilen und unmittelbar nach der Wegnahme des Screenshots ihre Eindrücke aus der Erinnerung zu schildern.

Wenig überraschend bezog sich die Mehrheit der Schilderungen auf die Inhalte „Above the fold“ also auf jene Inhalte, die für Nutzer auf den ersten Blick sichtbar sind und sich auf den Bereich beziehen, die ohne Scrollen „oben“ erkennbar sind. Nebenbei: Der Begriff „Above the fold“ stammt aus dem Verlagswesen und kennzeichnet den oberen Bereich eines Titelblatts (über der Zeitungsknickline, Falz genannt).

Rund 80 Prozent der Copytest-Teilnehmer berichteten ausschließlich von Inhalten aus diesem Bereich, der sowohl aufgrund seiner gelben Werbungskennzeichnung, als auch wertungsmäßig mit roten Wertungssternen als Eyecatcher fungierte. Des Weiteren locken die Werbeangebote mit 10 Euro Preisnachlass, einem kostenlosen Hotline-Angebot der Online-Beauftragung in nur 5 Minuten. Bei allen Befragten waren die Ergebnisse der Werbeeinblendungen omnipräsent in der Erinnerung.

Die Suchmaschinen-Ergebnisse der nachfolgenden „organischen Suche“ wurden als „nüchtern“, „grau“, „sachlich“ und sogar in einem Fall mit „steif“ beschrieben.

Hintergrund-Info: Je nach Angebotsgestaltung und Interessensschwerpunkt gehen Fachleute von einem Anteil von bis zu 50 Prozent Klickrate auf Adword-Anzeigen aus. Durchschnittwerte für Deutschland werden mit knapp 30 Prozent angegeben.

 

Vergleich Adwords und organische Suchmaschinenergebnisse bei "Nachsendeauftrag"

 

2. Beschreibung der Suchmaschinenergebnisse bei „Nachsendeauftrag“

Auch bei der Befragung ohne Zeitlimit erzielten die Adwords die mit Abstand höchsten Aufmerksamkeitswerte. Zwar fielen sie mit 71 Prozent Aufmerksamkeitsfaktor etwas geringer aus, als bei der Erinnerungsbefragung, doch ist dieser Wert immer noch weit über dem Durchschnitt angesiedelt. „Kostenlose Hotline“ und „Online Aktion“ sowie „10 Euro Rabatt“ wirken aufmerksamkeitsstark. Die Anzeigenplatzierungen wurden als Service der Deutschen Post AG eingeordnet, einzelne Befragte zeigten sich verwundert über die dreifache Präsenz von Angeboten im Werbeblock, wo doch einschlägige Angebote keiner Konkurrenz ausgesetzt wären.

Insgesamt bewerteten 70 Prozent der Probanden das Suchmaschinenergebnis mit „informativ“ und „umfassend“, wobei sich eine deutliche Präferenz für die Werbeeinblendungen ergab, da etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer (53 Prozent) im Falle einer Beauftragung diesen Webinhalten den Vorzug gäben.

 

Auffälligkeiten im Test "Nachsendeauftrag"

 

3. Explizite Nachfrage nach Auffälligkeiten im Suchmaschinenangebot

Erwartungsgemäß lieferte eine Sensibilisierung der Testpersonen aufschlussreiche Detail-Ergebnisse. Im dritten Befragungsteil galt es lediglich die Suchmaschinenergebnisse genauer unter die Lupe zu nehmen. Auf das mögliche Anklicken der Angebote wurde an dieser Stelle bewusst verzichtet. Aufgrund der Nachfrage nach Auffälligkeiten nahmen sich die Teilnehmer deutlich mehr Zeit dafür, die Angebote zu begutachten.

Dem Befragungskreis fiel auf, dass einige der gekauften Platzierungsanzeigen nicht über die in Deutschland gewohnte Top-Level-Domain .de verfügten. Bei genauerer Betrachtung bemerkten 87 Prozent diesen Umstand. Einen plausiblen Grund für die Verwendung von .info- oder .net-Domains fanden die Teilnehmer nicht. Einige äußerten die Vermutung, es könne sich um ausländische Angebote oder Aktionsangebote von Gutscheinfirmen handeln, die Kontingente der Deutsche Post AG in großem Umfang eingekauft haben und aufgrund dessen Gutschein-Rabatte anbieten könnten.

Im direkten Vergleich der Google-Anzeigen mit den organischen Ergebnissen fiel schnell ins Auge das keines der Werbeangebote die Begriffskombination „Deutsche Post“ beinhaltete, die „echten“ Suchergebnisse hingegen fast ausnahmslos.

Unter den organischen Ergebnissen war „das Original“ das am häufigsten genannte und ausgesprochene Wort. 3 von 4 Personen lasen diesen Begriff laut vor, doch niemand konnte ihn inhaltlich mit Leben füllen. Zwar impliziert „Original“, dass es mutmaßlich auch so etwas wie eine „Fälschung“ oder „Fremddienstleister“ geben könnte, doch in der Praxis konnte sich das niemand erklären. Jeder der Befragten hielt „das Original“ für eine (überflüssige) Werbeaussage.

Als überflüssig wurde ebenso das Werben mittels Anzeigen bezeichnet. „DER“ Nachsendeauftrag habe das doch gar nicht nötig, so eine, in Varianten rund ein Dutzend mal getroffene Äußerung. Bei genauerem Hinschauen fiel das Wort „Anzeige“ 45 Prozent auf. Die hohe Punktzahl 5 von 5 möglichen Wertungspunkten (bzw. 4,8) wurde ausnahmslos in Verbindung mit der Zuverlässigkeit, der Preis-/Leistungswürdigkeit und Reputation des Deutsche-Post-Nachsendeangebots gebracht.

 

Fragwürdige Bildmotive ausländischer Herkunft bei "Nachsendeauftrag"-Angeboten

 

4. Beurteilung der Internet-Angebote nach Anklicken

Nachdem wie unter 3. beschrieben die Sinne der Befragten in gewisser Weise schon etwas „geschärft“ waren, was die Werbeangebote betrifft, haben wir uns darauf beschränkt zu erfragen: „Könnte das Angebot dieser Webseite von der Deutschen Post AG stammen?“ Rund zwei Drittel bejahten das.

Als Begründung führten die befragten Privatleute die Verwendung des typischen Post-Gelbs, die Darstellung des Begriffs „Nachsendeauftrag“ als Logo und die allgemeine professionelle Aufmachung der Webseiten an. Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass auf allen Angebotsseiten beim Querlesen der Texte „Deutsche Post“ bzw. „Deutsche Post AG“ ins Auge fiel.

Auf die Frage: „Was ist am wenigsten Post-like?“ bezogen sich 72 Prozent der Hinweise auf die dargestellten Bilder. In einem Beispiel ist eine Person in einer typisch amerikanischen Paketservice-Dienstkleidung zu sehen, ein Globus sowie mehrere Pakete. Aufmerksame Teilnehmer merkten an, dass die Nachsendebeauftragung nicht automatisch international sei (Globus) und auch keine Pakete nachgesendet werden, sofern Kunden nicht explizit für diesen Zusatzdienst zahlen würden. Da der Post Nachsendeservice keine Paketzustellungen beinhaltet und diese schon gar nicht weltweit nachgesendet werden, wird die Bildaussage als irreführend empfunden.

Auf einem anderen Foto ist die Person eines Zustellers abgebildet, die in brauner Kleidung und ebenfalls amerikanisch anmutender Kopfbedeckung (Baseball Cap) Briefkästen mit gelben Umschlägen befüllt. Auch dieses Foto wurde als wenig bis gar nicht „Deutsch“ angesehen und korrespondierte mit den möglicherweise aus dem Ausland stammenden .info und .net-Domainnamen.

Insgesamt machen die Angebote einen übersichtlichen und modernen Eindruck. In Verbindung mit der Möglichkeit der Nachsendung über den Zeitraum von 24 Monaten wurden die Kosten in der ersten Reaktion nicht als überteuert wahrgenommen. Einige Teilnehmer (31 Prozent) äußerten sich allerdings verwundert (ernüchtert) über die Preissteigerung der Nachsendebeauftragung seit ihrem letzten Wohnungswechsel.

 

Fazit:

Auch wenn der durchgeführte Copytest nicht mit methodisch strengen und exakt messbaren Rahmenbedingungen durchgeführt wurde (und die festgehaltenen Antworten deshalb lediglich Einschätzungen wiedergeben) so sind die Einblicke des Tests hinsichtlich der „User Experience“ dennoch aufschlussreich. In der allgemeinen Wahrnehmung und Begriffsdeutung findet sich EINE Nachsendeauftrag-Dienstleistung, nämlich die der Deutsche Post AG. Weitere Anbieter sind unbekannt. Regionale Anbieter werden als „unwichtig“ charakterisiert.

Im Copytest „beschreibe gesehenes“ lag der Aufmerksamkeitsfaktor der Werbeangebote bei rund 80 Prozent, in der Beurteilung ohne Zeitvorgabe entfielen immer noch 71 Prozent Aufmerksamkeit auf Platzierungen, die bei Google eingekauft wurden. Die Werbeeinblendungen wurden darüber hinaus auch mehrheitlich als attraktiver bezeichnet. Gründe hierfür sind farbige Kennzeichnungen, rote Sterne, kostenlose Angebote (Hotline) sowie 10 Euro Preisnachlass.

Bei genauerer Betrachtung wurden die Teilnehmer auf für die Deutsche Post unübliche Domain-Endungen aufmerksam. Knapp zwei Drittel stuften die Werbeangebote nichtsdestotrotz als von der Deutsche Post stammend ein. Diesem Eindruck zuträglich sind Farbgebung, Logodesign, professionelle Gestaltung sowie das Vorhandensein von „Deutsche Post“ beim Querlesen der Angebotstexte.

53 Prozent der Befragten würden den Werbeeinblendungen den Vorzug geben und die Angebote im Bedarfsfall anklicken. Wie viele Personen davon den Nachsendeauftrag bei Komplettanbietern beauftragen würden war nicht Gegenstand unserer Stichprobe.

Abschließend festzustellen ist, dass die Annahme, es handele sich bei allen sichtbaren Werbeanzeigen um Angebote der Deutsche Post AG weit verbreitet ist. Erst mit zunehmender Beschäftigung mit den Inhalten reduziert sich die Gruppe derer, die anhand von Auffälligkeiten Zweifel entwickeln.

 

 

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Vermieterbescheinigung: Ab 1.11.2015 müssen Vermieter den Ein- oder Auszug bescheinigen

Focus Online veröffentlicht kurz vor dem 1. November 2015 eine Meldung zur Neuregelung in Sachen behördlicher Ummeldungen, die verblüfft.

Vermieterbescheinigung Vorlage

 

Zitat:

„Ab November 2015 müssen Vermieter ihren Mietern einen Schein aushändigen. Wer dagegen verstößt, dem drohen hohe Bußgelder. Was auf dem Schein stehen muss und welche Stolperfallen Mieter und Vermieter im Auge behalten sollten.

Nach zehn Jahren kehrt sie wieder zurück: die einst als zu bürokratisch verworfene Vermieterbescheinigung. Ab 1. November 2015 müssen Vermieter oder mit der Vermietung beauftragte Verwalter ihren Mietern schriftlich oder elektronisch binnen zwei Wochen den Einzug bzw. Auszug bescheinigen. 

Innerhalb dieser Frist müssen sich die Mieter beim Bezug einer Wohnung beim Einwohnermeldeamt an- oder ummelden. Eine Abmeldepflicht besteht beim Auszug, wenn sie keine neue Wohnung in Deutschland beziehen.

Hohe Strafen drohen

Beim Termin mit dem Einwohnermeldeamt müssen die Mieter die entsprechende Bescheinigung des Vermieters vorlegen. Damit will der Gesetzgeber Scheinanmeldungen verhindern.

Versäumt der Mieter die Meldefrist sowie der Vermieter das Ausstellen der Bestätigung, droht beiden jeweils ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. Bietet ein Vermieter Scheinadressen an, riskiert er sogar ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.“

Diese Meldung birgt einiges an verwaltungstechnischem Sprengstoff, auch wenn es auf den ersten Blick gar nicht so scheint. Während also Hunderttausende Einwanderer nach Deutschland strömen und mehr oder weniger ohne Registrierung in diesem Land aktuell geduldet werden, verschärft die Gesetzgebung das Meldegesetz.

Etwas holprig liest sich der Erklärungsversuch von D.A.S.-Rechtsexpertin Michaela Zientek, die auf diese Art und Weise die Veränderung zu erklären versucht:

„Die neue Vermieterbescheinigung bedeutet neuen Aufwand für beide Seiten. Dabei bietet ohnehin kaum ein Vertragsgegenstand so viel Anlass zum Streit wie die Mietwohnung. Der simple Grund: Was dem einen gehört, nutzt der andere – und mit der Vermietung darf der Eigentümer nicht mehr tun und lassen, was er will. Denn bei bei der Wohnung darf der Mieter mitreden.“

Auch wenn der o. g. Auszug kein Wortlaut ist, der der Juristin zuzurechnen ist, ist doch anzunehmen, dass die inhaltlichen Aussagen von ihr autorisiert wurden. Mit Mitspracherecht hat die Verschärfung des Meldegesetzes aber doch gar nichts zu tun.

Spannend bleibt auch die Frage, wie diese Bescheinigung in der Praxis auszusehen hat. Findige Online-Experten haben die Keywordkombination „Vermieterbescheinigung Vorlage“ jedenfalls schon mal vorsorglich und flächendeckend thematisiert.

Mehr Informationen zum Thema „Umzug & ummelden“ finden sich hier:

Post Adressänderung – Post Adresse online ändern

Wohnsitz ummelden – Einwohnermeldeamt Adresse ummelden

Adressänderung Umzug – Neue Anschrift der Post mitteilen

Wo findet sich eine Vorlage zur Vermieterbescheinigung? Die Stadt Hannover bietet eine Mustervorlage an, die gratis ist und als PDF-Vorlage ohne Kosten genutzt werden kann.

Vorlage Vermieterbescheinigung Muster Ummeldung

Lt. Behörde ist diese Vorlage konform mit dem § 19 des Bundesmeldegesetzes.

Was sind die Neuerungen im Bundesmeldegesetz?

Ein Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Fortentwicklung des Meldewesens, das wenige technische Änderungen des Bundesmeldegesetzes enthält, wurde am 25. November 2014 verkündet (BGBl. I S. 1738). Mit Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes am 1. November 2015 wird es erstmals bundesweit einheitliche und unmittelbar geltende melderechtliche Vorschriften für alle Bürgerinnen und Bürger geben.

Bundesmeldegesetz-Neuregelung-Vorlage-2015

Wesentliche Neuregelungen sind u. a.:

  • Soweit Melderegisterauskünfte zur gewerblichen Nutzung erfragt werden, ist zukünftig der Zweck der Anfrage anzugeben und die Melderegisterauskunft ausschließlich zu diesem Zweck zu verwenden.
  • Melderegisterauskünfte für Zwecke der Werbung und des Adresshandels sind nur noch mit Einwilligung der betroffenen Person möglich.
  • Sicherheitsbehörden und weitere, durch andere Rechtsvorschriften zu bestimmende Behörden erhalten rund um die Uhr länderübergreifend einen Online-Zugriff auf die Meldedaten.
  • Die Hotelmeldepflicht sowie das Verfahren bei Aufenthalten in Krankenhäusern, Heimen und ähnlichen Einrichtungen werden vereinfacht.
  • Die Mitwirkungspflicht des Vermieters bei der Anmeldung von Mietern wird wieder eingeführt, um Scheinanmeldungen und damit häufig verbundenen Formen der Kriminalität wirksamer zu begegnen.
  • Eine Evaluation der neuen Regelungen durch die Bundesregierung auf wissen-schaftlicher Grundlage und anschließende Berichterstattung an Bundestag und Bundesrat vier Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes.

Quelle: Bundesministerium des Inneren

Gut zu wissen:

Rein postalisch kann man sich in Deutschland nicht mehr amtlich ummelden, nur noch bei der Post. Allerdings ist jemand immer noch per Vollmacht zu beauftragen. Die Frist zur Anmeldung bzw. zur Ummeldung wurde verlängert. Fortan gilt: Innerhalb von zwei Wochen sollte man sich nach seinem Umzug ummelden, bzw. anmelden, ansonsten drohen empfindliche Strafen. Und für die die es gerne ganz genau nehmen. Die Frist zur Vermieterbescheinigung gilt unabhängig vom Einzugsdatum. Wer also im Februar 2015 umgezogen ist und die Anmeldung versäumt hat, braucht auch im Dezember 2015  eine Vermieterbescheinigung, auch wenn das Umzugsdatum längst zurückliegt. Das könnte manche Peinlichkeit aufwerfen, sowohl beim Vermieter, als auch beim Amt.

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Telekom Umzug: Tarifwechsel

Für viele von uns ist bei einem Wohnungswechsel entscheidend, welche Internet-Bandbreite am neuen Wohnort zur Verfügung steht. Das Ergebnis der Verfügbarkeitsprüfung hat ggf. auch Auswirkungen auf die Kündigungsfrist. Der Einzug in eine neue Wohnung bzw. ein Haus ist jedenfalls eine gute Gelegenheit für einen Tarifwechsel.

Zum Telekom-Verfügbarkeitscheck

Sollte nämlich am neuen Standort die Telekom z. B. weniger Internet-Bandbreite anbieten, als im bisher genutzten Tarifangebot, erlaubt der Gesetzgeber eine außerordentliche Kündigung. Die Kündigungsfrist reduziert sich dann in der Regel auf 3 Monate. Details zur Sonderkündigung finden sich im Ratgeberteil von umzug.info.

Telekom-Umzug-Tarifwechsel-Kosten

Im Umzugszusammenhang stellt sich für viele Privatleute die Frage wie hoch die Kosten für den Anschlussumzug sind. Grundsätzlich fallen diese so hoch aus wie bei einem Neuanschluss, das zumindest erlaubt der Gesetzgeber im Telekommunikationsgesetz. Ausnahme: Wer von einem anderen Anbieter zur Telekom wechselt, dem werden die Anschlusskosten (Bereitstellungspreis) nicht berechnet.

Tarifwechsel-Telekom-Umzug-Kosten

Überhaupt kann es sich lohnen zur Telekom zu wechseln oder DSL-Neukunde zu werden. Seit dem 04.09.2015 subventioniert das Unternehmen die Speed-Tarife MagentaZuhause Entertain und EntertainPremium in den Varianten „M“ und „L“. Der Empfang von zusätzlichen HD-Programmen (EntertainPremium) ist für Kunden von Entertain bereits inklusive. Der reduzierte Preis gilt für 24 Monate und entspricht einer Kundenersparnis von 120 Euro.

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DSL-Neukunden zahlen bei MagentaZuhause Entertain in den ersten 12 Monaten 44,95 Euro und danach 49,95 Euro.

Zusätzlich zum bestehenden Hybrid-Portfolio wird ab 04.09.2015 ein neuer Magenta Zuhause M (2) Hybrid-Tarif gelauncht: DSL bis zu 16 MBit/s und LTE bis zu 50 MBit/s. Dieser neue Tarif ist für alle Umziehenden interessant, die in DSL-unterversorgte Gebiete umziehen, wo die verfügbare DSL-Bandbreite kleiner als 16Mbit/s ist.

Tipp: Bei Online-Buchung erhalten Kunden für die ersten 12 Monate zusätzlich 10% Online-Vorteil.

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Umzugstrend: Self-Storage – Lagerräume anmieten

Lagerbedarf haben viele, die umziehen. Oft sind die vorausgegangenen Lebensumstände nicht immer glücklich: Das Scheitern einer Partnerschaft oder die Beendigung einer Geschäftstätigkeit gehören beispielsweise dazu. Wer mittel- und langfristig Lagermöglichkeiten anmieten möchte, der zieht jedenfalls in der Regel von einem größeren Objekt in ein kleineres. „Storage“ ist das Schlagwort für Lagerräume, die von Privat- oder Geschäftsleuten angemietet werden können. Die Anmietmöglichkeiten sind dabei so unterschiedlich, wie die Preise hierfür.

Mal müssen Möbel untergebracht werden, weil sie sich auf die Schnelle nicht veräußern lassen. Mal ist es der halbe Hausstand, z. B. bei Auslandsaufenthalten oder der Trennung vom Partner. Grundsätzlich gilt, wer viel Wohnraum zur Verfügung hat der schafft häufig auch viel an. Ändern sich dann die privaten oder beruflichen Verhältnisse ist die Not groß, den gesamten Hausstand unterzubringen. Vor diesem Hintergrund machen Lagerräume Sinn, in denen man übergangsweise Umzugskisten und Möbel einlagern kann. Diesen Bedarf erkennen auch Unternehmen. Vor allem in Ballungsräumen und Millionenstädten wie Berlin, Hamburg, München und Köln sind Lagermöglichkeiten begehrt.

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Myplace & Co. sind Lagerservices, zu Neudeutsch „Self-Storage“-Anbieter

Lagerraum kann auf drei Wegen angemietet werden. Per Self-Storage-Services, bei Speditionen und auf dem privaten Weg. Während die Einlagerung bei professionellen Lagerraumanbietern wie Myplace fest vorgegebenen Möglichkeiten/Tarifen folgt, gestalten sich die beiden anderen Möglichkeiten in der Praxis etwas flexibler. Storage-Dienstleister werben mit gepflegten, gut ausgestatteten und videoüberwachten Lagerräumen. Der Zugang ist persönlich überwacht und insgesamt ist bei dieser Form der Lagermiete von der sichersten Form auszugehen. Entsprechend ist der Preis und deshalb eignen sich diese Self-Storage-Angebote überwiegend für Anmietzeiträume von Monaten oder für etwas größere Budgets, die sich vorwiegend an Qualität orientieren.

Augen auf bei brandneuen Self-Storage-Angeboten

Der Storage-Markt lockt ständig neue Anbieter und damit auch solche hervor, die mit teils vagen Geschäftsideen in den Markt drängen. So ist sendandstore beispielsweise etwas für sehr treuherzige Kunden. Per Hermes-Versand schickt man dem Anbieter seine einzulagerden Kostbarkeiten und Hermes liefert diese auch wieder zurück. So weit, so gut. Bei wem man einlagert erfährt man zwar im Impressum doch welche Reputationen und Vertrauensbeweise „send & Store“ ansonsten bietet, lässt sich im Web nicht in Erfahrung bringen. Weder finden sich Presseberichterstattungen noch andere Referenzen. Hier wurde ganz offensichtlich ein Geschäftskonzept mit schneller Nadel gestrickt und wird auf Interessierte im Web „losgelassen“.

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„Trockenes und geräumiges Lager von Privat zu vermieten“

Ab einem gewissen Lagervolumen lohnt es sich, über die Anmietung einer kleinen Halle oder einzelner trockener Räume nachzudenken. Im einschlägigen Kleinanzeigenteil der Regionalzeitungen kann man fündig werden und auch die bekannten Immobilienportale und Anzeigendienste wie Quoka sind geeignete Fundorte. Oft ist es dabei gar nicht notwendig direkt in einer Großstadt wie Berlin, Hamburg, München oder Köln anzumieten. Wer mobil ist, kann (aufgrund es besseren Preis-Leistungsverhältnisses) gut und günstiger vor der den Toren der Stadt mieten. Bei der Lagermiete ist natürlich darauf zu achten, dass es sich um trockene Objekte handelt. Achten sollte man zudem darauf, wo in welcher Etage sich der angebotene Raum befindet. Gerne wird verschwiegen, dass sich die Fläche im ersten Obergeschoß oder in schwer zugänglichen Bereichen befindet.

Für die Sicherheit muss der Mieter bei privat angemieteten Räumen in der Regel selbst sorgen. In der Nachbarschaft sollten abends also nicht unbedingt leere Ölfässer brennen. Meistens sind die Mietkonditionen verhandelbar. Wer bereit ist z. B. für ein Jahr im Voraus zu zahlen kann mit Preisnachlässen rechnen. Ein Tipp zum Schluss: Die Nebenkosten sollten mit der Lagermiete abgegolten sein. Sonst könnte eine kräftige Nachzahlung für Strom und andere Objektumlagen drohen. Manche Vermieter erweisen sich hier als skrupellos und erheben Betriebskostenberechnungen, die sich auf die gesamte Quadratmeterzahl, unabhängig von der Nutzungsart beziehen. Das gilt vor allem für zusätzliche Lagerflächen in Kellerräumen von Objekten, die von Privatleuten bewohnt werden.

Weitere nützliche Tipps zur Anmietung von Lagerräumen

Self-Storage – Praxistipps für die Lagermiete

http://www.umzug.info/lagerraum-mieten.html

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Umzugsratgeber: Wie nützliche Tipps von Experten jedem Privatumzug den Schrecken nehmen

Umzugsratgeber-Anbieterwechsel-Fibel-60

Auszüge aus dem Inhalt: Der 33seitige, kostenlose PDF-Umzugsratgeber ist seit heute online verfügbar

Umzug: Erst die Kosten, dann die Kisten im Griff

Umzugswagen mieten: So finden Sie den passenden Wagen für Ihren Umzug

Wie finde ich ein gutes Umzugsunternehmen im Internet?

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Halteverbotszone: Drei Fragen an platzda.de

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Trotz Mietvertrag? Schönheitsreparaturen sind nicht immer Pflicht

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Bananenkisten sind nur eins: total Banane!“

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DVAG: „Vorsicht vor Freundschaftsdiensten!“

Küchenaufbau: So macht das der Profi

Tipps und Tricks für die stilvoll eingerichteten vier Wände

Umzugscheckliste: So läuft alles wie am Schnürchen!

 

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