Effektiv Kosten sparen beim Privatumzug

Marktforschungsergebnisse besagen, das bis zu 3 Monatsgehälter für die Aufwendungen des Wohnungsauszugs, bzw. für die Arbeiten des Einzugs ausgegeben werden.

Bereits vor der Wohnungsübergabe der bisherigen vier Wände lassen sich Kosten sparen. Beispielsweise durch die sorgfältige Überprüfung der Nebenkostenabrechnung. Ferner ist darauf zu achten, dass die Mietkaution inkl. Zinseszinsen zurückgezahlt wird. Im Regelfall ist der Vermieter zur Rückzahlung innerhalb von 6 Monaten nach dem Auszug verpflichtet.

Tipps für die Einsparung von Umzugskosten

Zu den größten Ausgabeposten gehört sicherlich der Transport der Möbel und des Hausstands. Per Kostenanfrage lassen sich die ungefähren Transportkosten bei Firmen ermitteln. Wem das zu kostspielig ist, der kann Umzugshelfer buchen, die auf Stundenlohnbasis das Transportvorhaben unterstützen.

Wir haben eine praktische Auflistung der Dinge vorgenommen, die sich beim Umziehen einsparen lassen. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, doch gibt sie als eine Art Checkliste Anregungen.

Eine besonders beliebte Maßnahme zur Einsparung ist der Wechsel des Stromlieferanten bei Umzug. Bereits im ersten Jahr lassen sich einige Hundert Euro einsparen, wenn man auf preisgünstigere Tarife zurückgreift, als auf jene, die der lokale Grundversorger anbietet.

Selbst die Ummeldung des Wohnsitzes birgt Einsparpotentiale. Mit Hilfe des Postdienstes „Umzugsmitteilung“ lässt sich die neue Adresse einfach und bequem ummelden – und zwar völlig kostenfrei.

 

 

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Umzugsplanung: Tipps für die reibungslose Vorbereitung

Planung bedeutet, den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen“, sagt der Volksmund. Nun ja, in punkto Umzugsplanung irrt man jedenfalls wenig, wenn man behauptet, dass kaum Planung zu erheblichem Stress führt.

Die Vorbereitung bezieht sich auf zwei Kernbereiche: 1.tens auf die logistischen Herausforderungen und 2.tens auf die Finanzierung des Umzugsvorhabens. Die nachfolgenden Tipps sollen helfen, die gröbsten Fehler transportseitig zu vermeiden.  

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Generell gilt: Je umfangreicher das Umzugsvorhaben ist, umso wichtiger ist die rechtzeitige zeitliche Vorbereitung des Auszugs. Während sich Studentenbuden noch vergleichsweise „aus der Hüfte“ und mit der spontanen Hilfe von Freunden umziehen lassen, ist das spätestens bei einem mittelgroßen Umzug ab 70 Quadratmetern kaum noch möglich.

Die Umzugstatistik belegt, dass die Mehrheit der Privatleute hierzulande den Wohnungswechsel 1 bis 3 Monate vor dem Auszugsdatum vorbereitet. 20 Prozent geben an mit den Vorbereitungen zu spät begonnen zu haben und wollen das beim nächsten Mal verbessern. 39 Prozent haben die Herausforderungen der Renovierung unterschätzt.

Die häufigsten Planungsfehler

Entweder es mangelt an der verbleibenden Zeit bis zum Auszugstag, um alle erforderlichen Arbeiten zu erledigen, an Hilfskräften beim Möbel- und Kistenschleppen oder die Reserven auf dem Girokonto werden von den Umzugsausgaben überrascht.

Weitere Klassiker in der mangelhaften Vorbereitung sind: nicht ausreichend genug Umzugskisten zur Verfügung zu haben, eine hohe Ausfallquote privater Möbelträger am Auszugstag sowie Schwierigkeiten einen geeigneten Transporter aufzutreiben oder diesen dann nicht vor dem Haus parken zu können. Wer im Vorfeld nicht gewissenhaft ausmistet, ist zudem gezwungen überflüssiges in den neuen vier Wänden einzulagern.

Den „roten Bereich“ am Auszugstag vermeiden

Das viele von uns den Umzug als „sehr anstrengend“ bezeichnen hat auch damit zu tun, dass häufig Versäumnisse am Tag des Auszugs selbst noch „ausgebügelt“ werden müssen. Z. B. Fahrten in einen nahegelegenen Baumarkt zählen hierzu, Telefonate (um doch noch schnell Hilfskräfte zu mobilisieren) und ein allgemeines Chaos beim Beladen durch unzureichende Aufgabenverteilungen. Während Umzugsprofis geübten Arbeitsabläufe folgen, verschleißen die Tragekräfte bei Laien oftmals schneller als gedacht. Das gilt insbesondere dann, wenn alle Arbeiten an einem einzigen Tag vorgenommen werden, etwa um die Kosten der Autovermietung niedrig zu halten.

In diesem Fall können selbst innerörtliche Umzüge schnell in Stress ausarten, z. B. wenn Reste des Hausstands noch eingepackt, Möbel demontiert, und Kisten beschriftet werden müssen. Nicht selten wird auch die Zeit unterschätzt, die notwendig ist, um den Umzugswagen zu beladen und die Fracht zu sichern.

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Aus- und Einzug am gleichen Tag vermeiden

3 von 4 Privatleute, die in Deutschland umziehen, stemmen die Herausforderungen selbst und mit unentgeltlicher Unterstützung von Freunden und der Familie. Bei allem Ehrgeiz kann sich der Wohnungswechsel schnell zur „Herkulesaufgabe“ entwickeln. Vor allem, wenn sich unvorhergesehene Zeitverzögerungen (Witterung, Zusatzaufgaben, Stau, weniger Helfer als erwartet, etc.) ergeben. Eintagesumzüge sind hier besonders anfällig und nicht selten müssen Umzugshelfer das private Hab und Gut in nahezu unbelichtete Räume abladen. Besonders in den Monaten mit kürzeren Tageslichtzeiten ist das unbedingt bei der Planung zu berücksichtigen. Denn in diesen Fällen steigt nicht nur die Bruch- und Unfallgefahr beim Transport sondern es ergibt sich auch zwangsläufig ein Chaos bei der Verteilung in der neuen Wohnung.

Wenn sich der Auszug und der Einzug an einem einzigen Tag nicht vermeiden lässt, so sollte man mit den Aktivitäten unbedingt in den frühen Morgenstunden beginnen, selbst wenn man zu den Langschläfern gehört.

Mehr Infos zum Thema „Umzug vorbereiten“

Umziehen mit Plan

http://www.umzug-planung.de/

Planung – so lassen sich typische Fehler vermeiden

http://www.umzug.info/umzugsplanung.html

 

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Welche Schäden Vermieter beim Auszug akzeptieren müssen

Renovierungsarbeiten stehen bei Mietern nicht gerade hoch im Kurs. Idealerweise lassen sich ganz vermeiden oder werden zumindest in der bisherigen Wohnung gerne selbst in die Hand genommen.

Vor diesem Hintergrund verwundert es kaum, dass eine aktuelle Studie eines Marktforschungsinstituts für Umzüge in Deutschland gerade einmal 500 Euro ermittelte, die durchschnittlich für die Wiederherstellung der alten Wohnung von Mietern bezahlt werden. Überwiegend werden diese Kosten für Malerarbeiten ausgegeben.

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Hierzulande beschäftigen sich tausende Gerichtsverfahren mit Auseinandersetzungen zwischen Vermietern und Mietern. Der Zustand der Wohnung nach dem Auszug sowie Betriebskostenabrechnungen stellen das Gros der Streitpunkte. Dabei hat der Gesetzgeber in beiden Fällen recht eindeutige Urteile gefällt. Gerade in punkto Schönheitsreparaturen (der Begriff ist gesetzlich umstritten), d. h. – besser – bei Renovierungsarbeiten existieren eine Reihe von Grundsatzurteilen, die vor allem die Rechte von Mietern stärken.

Das wohl wichtigste Urteil fällte das Landgericht Braunschweig (Az. 6 S 175/94). Es betrifft die gesetzliche Relevanz eines Wohnungsübergabeprotokolls und den Beschluss, dass Mängel, die seitens des Vermieters (nach vorherigem Akzeptieren des Protokolls) versucht werden geltend gemacht zu werden, hinfällig sind. In diesem Fall hat der Vermieter Pech. Das Wohnungsübergabeprotokoll ist gesetzlich bindend. Spätere Ansprüche sind nicht schadensersatzrelevant.

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Richtungweisend sind auch andere Urteile. Das Amtgericht Köln (WuM 95, 312) befand, dass schwarze Fugen nicht geweißt werden und kleine Kratzerspuren an Fliesen nicht vom Mieter behoben werden müssen. Auch das BGH spricht ein wichtiges Urteil (Aktenzeichen VIII ZR 124/05). Es bezieht sich auf die besenreine Übergabe einer Wohnung. Der Begriff ist demnach wortwörtlich zu nehmen und schließt die Pflicht ein, groben Schmutz zu entfernen, doch beispielsweise nicht die Fenster zu putzen. Häufiger Streitpunkt sind zudem Kratzer in Fußböden. Diese sind von Vermietern hinzunehmen, sofern sie über normale Gebrauchsspuren nicht hinausgehen (also z. B. Weinflecken, tiefe Einkerbungen, Risse oder Brandlöcher).

Eine Menge Zündstoff bietet der Begriff „fachgerecht“ z. B. im Falle von Malerarbeiten. Der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen VIII ZR 294/09) hat zwar hierzu entschieden das auch Laien Renovierungsarbeiten ausführen dürfen, doch in der Praxis ist die Auslegung des Wortes „fachgerecht“ recht dehnbar und führt immer wieder zu Auseinandersetzungen, bei denen Vermieter nicht selten den Zugriff auf die hinterlegte Mietkaution geltend machen.

Mehr Informationen zum Thema Wohnungsübergabe und Mietrecht

http://www.umzug.info/mietvertrag/

http://www.umzug.info/recht/

http://www.wohnungsuebergabeprotokoll.de/

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Bei Auszug werden farbige Wände wieder weiß

Was ja eigentlich naheliegend ist, hat der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil unterstrichen. Wer nach seinem Auszug farbige Wände hinterlässt und dafür vom Vermieter nicht zur Kasse gebeten wurde hat einfach Glück gehabt. Wände sind grundsätzlich in einer Farbe zu hinterlassen, die für möglichst viele Mietinteressenten akzeptabel ist (Az.: VIII ZR 416/12). 

Wände müssen beim Auszug gestrichen werden

Das gilt im Übrigen nicht nur für Wandfarben. Es ist ein Fall bekannt, in dem ein Mieter Fußleisten gelb strich. Der Vermieter hat diesen Zustand seinerzeit bei der Wohnungsübergabe akzeptiert, hätte er aber nicht müssen. Ähnlich gelagert ist ein Fall, in dem der Mieter beim Hauseigentümer die Erlaubnis einholte, die hässlich grünen Küchenfliesen in einer zur Einbauküche passenden Farbe zu überstreichen. Der Vermieter stimmte zu, bestand jedoch beim Auszug auf die Entfernung der Latexfarbe.

Wer es bunt mag, sollte sich überlegen in welchem Umfang und mit welchen Materialien er die Verschönerungsarbeiten vornimmt. Im Zweifel nimmt der Vermieter eine anschließende Korrektur durch einen Malerfachbetrieb vor und hält die Kosten von der zurückgehaltenen Mietkaution ein. Das Recht dazu hat er.

 

 

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An diese Pflichten sind Mieter nach der Vertragsunterzeichnung gebunden

 

Als wäre es nicht schon schwierig genug, die richtige Wohnung zu einem bezahlbaren Mietpreis zu finden – kaum hat man den Mietvertrag unterzeichnet und den Umzug absolviert, entstehen Mietern die ersten Pflichten. Halten sich Mieter nicht an einige wesentliche Punkte, kann es nicht zu Auseinandersetzungen mit dem Vermieter kommen. Im schlimmsten Falle droht sogar die Kündigung. Aber welche Mieterpflichten gibt es eigentlich?

  1. Pflicht: Pünktlich die vereinbarte Miete zahlen

Es mag offensichtlich klingen, dass Mieter vereinbarungsgemäß Miete zahlen müssen. Dennoch kommt es in diesem Zusammenhang immer wieder zu Problemen. Vor allem wenn Mieter keinen Dauerauftrag einrichten, sondern stattdessen selbst die Überweisung vornehmen. Ein oder maximal zweimal mag sich der Vermieter damit abfinden, wenn das Geld zu spät auf dem Konto eingeht.

Spätestens beim dritten Mal aber droht nicht nur ein kleiner Streit, sondern eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses. Auch Teil-Zahlungen reichen irgendwann nicht mehr aus. Mietrückstände sollten vermieden werden. Kommt es zu Engpässen, sollten Vermieter so früh wie möglich informiert werden. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass die Miete im Voraus zu zahlen ist. Als Frist wird der jeweils dritte Werktag eines Monats genannt.

  1. Pflicht für Mieter: die Zahlung der Mietkaution

Dieser Punkt setzt zu Beginn des Mietverhältnisses an. Privatmieter sehen sich in Deutschland mit der Forderung einer Mietkaution in Höhe von maximal drei Monatsmieten konfrontiert. Als Zahlungsziel ist eine Frist von drei Monaten nach dem Einzug vorgesehen – im Einzelfall auch in Raten. Pflicht für Vermieter: Die Kaution der Mieter muss unabhängig von eigenen Kapital aufbewahrt werden.

  1. Ein Mangel tritt auf? Vermieter zeitnah informieren

Der Begriff „zeitnah“ ist etwas schwammig. Zeigt sich – unter welchen Umständen auch immer – ein Mangel an der gemieteten Wohnung, muss dieser unverzüglich dem Vermieter gemeldet werden. Je nach Schaden könnten Folgeprobleme auftreten, die sich negativ auf Reparaturkosten auswirken. Wer einen Mangel zu spät meldet, muss im Ernstfall sogar mit Schadensersatzforderungen von Seiten des Vermieters rechnen. Die Mangelmeldung ist eine ernstzunehmende Pflicht im eigenen Interesse. Denn oft handelt es sich um Mängel, für deren Beseitigung Vermieter aufkommen müssen.

Pflicht 4: Wohnungen müssen regelmäßig beheizt werden

Diese Pflicht zum Heizen kann vielfach in direktem Zusammenhang mit dem vorangegangenen Punkt verbunden sein. Wer die Heizung (je nach Wetter) nicht nutzt, riskiert einen Schimmelbefall in der Wohnung. Auch Rohrbrüche und ähnliche Schäden können Folgen eines unzureichenden Heizverhaltens sein. Einmal mehr kann es zu Schadensersatzforderungen kommen, kann dem Mieter ein unsachgemäßes Vorgehen beim Heizen nachgewiesen werden.

Mietrecht

Pflicht 5: Untermieter dürfen nicht ohne Rücksprache mit Vermietern einziehen

Klar: Nichts spricht dagegen, wenn Mieter ab und zu Gäste beherbergen. Auch für ein paar Tage ist dies kein Problem, wenn sich Gäste an die Hausordnung halten. Eine Zustimmung des Vermieters braucht es in diesen Fällen nicht. Anders verhält sich die Situation, wenn es darum geht, dass Besucher dauerhaft einziehen und so zum Mitbewohner werden. Hier braucht es die Erlaubnis des Vermieters. Entwarnung für Mieter: Eine Verweigerung ohne nachvollziehbare Gründe ist nicht berechtigt. Gerade für Paare ist dies ein wichtiger Hinweis.

Pflicht 6: An die Hausordnung halten

Die Hausordnung wurde bereits an anderer Stelle erwähnt. Vor allem gilt es auf die Hausgemeinschaft Rücksicht zu nehmen. Dies bedeutet, dass Aspekte wie die Nachtruhe berücksichtigt werden. In diesen Bereich fallen verschiedene Punkte. Zum Beispiel die Nachtruhe. Vermutlich hat keine Mietpartei etwas dagegen, wenn eine Einzugsfeier veranstaltet wird, so lange diese gesittet und nicht zu lange und zu laut stattfindet. Weitere Aspekte können die vertraglich vereinbarte Mitwirkung beim Schneeräumen oder die ordnungsgemäße Müllentsorgung sein. Auch nächtliches Duschen und andere Verhaltensmuster (siehe Mietvertrag) sind zu vermeiden.

Pflicht 7: Anfrage beim Vermieter bei Umbauten unerlässlich

Glücklich schätzen kann sich, wer Eigentümer der eigenen Wohnung ist. Denn in diesem Fall spricht nichts gegen individuelle Umbaumaßnahmen oder die Installation eines neuen Bades. Mal eben eine störende Wand einreißen oder die Dusche durch eine Badewanne ersetzen? Fehlanzeige. Mieter müssen erst einmal die Zustimmung des Vermieters einholen. Unkritisch hingegen ist ein neuer Teppichboden oder das Streichen der Wohnung in der Lieblingsfarbe. Wenngleich je nach Vertrag für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands vom Beginn des Mietverhältnisses gesorgt werden muss. Außerdem sind Um- und Einbauten automatisch Teil der Wohnung und gehören damit dem Vermieter.

Pflicht 8: Mieter zahlen Renovierungen bei mutwilliger Beschädigung

Natürlich kommt es in bewohnten Wohnungen – vor allem bei Familien mit Kindern – zu optischen Makeln oder technischem Verschleiß. Bei ganz alltäglichen Mängeln, ist üblicherweise der Vermieter für die Beseitigung und die Kostenübernahme zuständig. Zerstörte Dielen-Böden oder frisch verlegte Teppichböden, die schon nach kurzem erheblichen Gebrauch erkennen lassen, müssen vielfach vom Vermieter im Falle einer Schadensbeseitigung finanziert werden. Notfalls, indem Vermieter nach dem Auszug die Kaution einbehalten.

Pflicht 9: Darf der Vermieter jederzeit die Wohnung besichtigen?

Wurde der Mietvertrag gekündigt, möchten Vermieter die Wohnungen zeitnah weitervermieten. Mancher Vermieter ist der Auffassung, er habe das Recht, jederzeit potenziellen Nachmietern die Wohnung zeigen zu dürfen. Rechtlich ist dies nicht der Fall. Was nicht bedeutet, dass Mieter vorgeschlagene Termine ständig ablehnen dürfen.

Passt der Wunschtermin des Vermieters aus privaten oder beruflichen Gründen nicht, müssen Mieter selbst Alternativ-Termine ins Spiel bringen. Zudem können berechtigte Gründe (Sorgen bezüglich einer unsachgemäßen Behandlung der Wohnung oder geplante Modernisierungen/Sanierungen) dazu führen, dass Vermieter das Recht zur Besichtigung haben, damit sich beispielsweise Handwerker ein Bild der Wohnsituation verschaffen. Ein paar Tage vor dem geplanten Termin sollten Mieter aber informiert werden.

Pflicht 10: Manche Reparatur müssen Mieter zahlen

Ist der Auszug geplant und wurden Wohnungen bereits gekündigt, können auf Basis des Mietvertrags Pflichten hinsichtlich erforderlicher Reparaturen für Mieter entstehen. Neue Tapeten (oft vor allem bei Rauchern) oder Malerarbeiten gehen finanziell oft zulasten der Mieter, sofern es rechtlich zulässige Renovierungsklauseln gibt. Nach Rücksprache und bei handwerklicher Eignung der Mieter können diese selbst erledigt werden. Hier ist eine Vermieter-Rücksprache obligatorisch.

 

 

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Das Recht auf Rückzahlung der Mietkaution verjährt nach drei Jahren

Mieter sollten den Anspruch auf die Erstattung der Mietkaution nicht all zu sehr hinauszögern. Denn das Recht auf die Rückzahlung verjährt nach drei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt übrigens erst sechs Monate nach Ende des Mietverhältnisses.

„Die Frist beginnt sechs Monate nach Ende des Mietverhältnisses beziehungsweise am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.“ Das entschied das Landgericht Oldenburg (Az.: 4 T 93/13). Mieter sollten daher mit der Rückzahlungsforderung nicht hinter dem Berg halten. Die durchschnittliche Mietkautionshöhe beträgt in Deutschland übrigens 1.200 Euro.

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Steht fest, dass der Vermieter keine Ansprüche mehr hat, muss er nach Angaben des DMB den Kautionsbetrag in Höhe von höchstens drei Monatsmieten sofort zurückzahlen. Allerdings hat der Vermieter Zeit, zu prüfen, ob er eventuell noch Forderungen gegen seinen früheren Mieter hat, zum Beispiel wegen nicht gezahlter Mieten, offenen Betriebskostenabrechnungen oder unterbliebener Schönheitsreparaturen. In unklaren Sachverhalten kann die Überlegungszeit sogar sechs Monate oder noch länger dauern.

Eine Alternative zur konventionellen Mietkautionszahlung sind Kautionsbürgschaften. Mehr zu deren Vorteilen hier als pdf.

 

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Beim Auszug muss nicht zwingend renoviert werden

Gute Nachrichten für Mieter: Renovierungsklauseln sind im privaten Mietverhältnis nicht selten ungültig. Die Endrenovierung einer Mietwohnung ist unangenehm und mit einigem Aufwand verbunden. Der Gesetzgeber hat nun entschieden: Eine Renovierung ist nicht in jedem Fall rechtskräftig, auch wenn der Mietvertrag entsprechende Klauseln vorsieht. Im Fall von Gewerbemietverträgen sieht es freilich anders aus.

Mietwohnungen sollten bei einer Wohnungsübergabe „besenrein“ übergeben werden. Dieser Punkt ist sowohl vor dem Gesetzgeber als auch in der Praxis unumstritten. Wenn es hingegen um die Renovierung der Wohnung geht, ist der Mieter häufig mit Arbeiten konfrontiert, die beispielsweise das Streichen der Wände beinhalten.

Mietvertrag kündigen

Beim Auszug aus den bisherigen vier Wänden müssen Mieter die Wohnung nicht im gestrichenen Zustand zurücklassen. Diese „Endrenovierungspflicht“ besteht grundsätzlich nicht. Focus Online schreibt hierzu:

„Die isolierte Pflicht des Mieters, bei Auszug die Wohnung zu streichen (oder sonst wie zu renovieren) ist nach der Rechtsprechung des BGH unwirksam. Grund hierfür ist, dass eine solche Regelung keine Rücksicht auf den tatsächlichen Zustand der Mietsache nimmt. Eine Renovierungspflicht bei Auszug bestünde bei einer solchen Klausel nämlich auch dann, wenn der Mieter gegebenenfalls wenige Monate vorher erst Schönheitsreparaturen durchgeführt hätte oder wenn die Wohnung einfach nicht so „abgewohnt“ ist, dass eine Renovierung tatsächlich erforderlich ist.“

Das BGH geht sogar noch weiter:

„Das gleiche gilt im Übrigen für eine isolierte Pflicht zur Anfangsrenovierung bei Übernahme der Mietsache durch den Mieter. Auch diese ist unwirksam. Die Rechtsprechung zu unbedingten Anfangs- und Endrenovierungsklauseln hat der BGH mittlerweile auch auf die Gewerbemiete übertragen.“

Vertragliche Übereinkünfte dürfen demnach nicht im Rahmen eines Mietvertrags geschlossen sondern müssen in Form eines Zusatzvertrags definiert werden.

Entsprechende Klauseln sollten Mieter in der Praxis also tunlichst nicht unterzeichnen, sofern dies nicht notwendig ist. In wie weit sich derartige Verpflichtungen in der Praxis vermeiden lassen, sofern der Interessent die Wohnung unbedingt anmieten möchte, ist fraglich. Interessant ist auch, inwieweit Immobilienmakler (im Sinne und im Auftrag von Vermietern) auf solche Zusatzverträge drängen.

Seitens des Bürgerlichen Gesetzbuches ist es jedenfalls unzulässig auf die Endrenovierung inklusive Malerarbeiten zu bestehen.

Detaillierte Informationen zur Endrenovierungspflicht auf focus.de

 

 

 

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Wohnung ausmessen bei der Besichtigung

Einen Zollstock oder ein langes Maßband sollte generell jeder bei der Wohnungsbesichtigung bei sich haben, um von Anfang an alle Fakten schwarz auf weiß festhalten zu können.

Das schafft Sicherheit bei der zeitlichen Planung in der heißen Phase vor dem Umzug. Denn wer bei der Besichtigung vergisst, die Wohnung auszumessen, muss später den Vermieter oder Vormieter bitten, nochmals Zugang zur Wohnung zu erhalten vor dem Einzugstermin.

Und letztlich ist es vor allem der Vormieter, der in diesem Punkt grünes Licht geben muss, falls die Wohnung bis zur Wohnungsübergabe an den neuen Mieter bewohnt bleibt. Vor allem bei einem kurzfristigen Mieterwechsel kann die versäumte Maßnahme zu Hektik und Problemen führen. Neue Möbel können nur bedingt treffsicher erworben werden, wenn man keinen genauen Überblick darüber hat, ob und wo ausreichend Platz fürs alte und neue Mobiliar ist.

Hauptaugenmerk auf verwinkelte Ecken und Schrägen

Insbesondere in Dachwohnungen mit vielen Schrägen sollte man unbedingt alles genau ausmessen. Denn sie rauben der Stellfläche schnell einige Quadratmeter. Oft empfiehlt es sich beim Ausmessen, mindestens eine andere Person mitzunehmen. Allein gestaltet sich die Messarbeit möglicherweise recht kompliziert.

Vergessen werden sollte im Übrigen nicht, dass Häuser und Wohnungen nicht nur breit und lang, sondern eben auch hoch sind. Will man die Wohnung ausmessen bei der Besichtigung, sollte die Deckenhöhe auch allgemein notiert werden. Sonst sind die Schränke später vielleicht doch zu hoch.

Möbelstellplan erstellen - kostenfrei

Computer als Hilfestellung beim Planen und Berechnen

Auf Schätzungen der Wohnungsmaße sollte im eigenen Interesse verzichtet werden. Sie können zum bösen Erwachen führen – plötzlich stimmen die tatsächlichen Daten in der Wohnung nicht mit den Wünschen auf dem Möbelstellplan übereinander, so dass guter Rat teuer ist und ein Umdenken erforderlich wird. Besonders clever geht man vor, wenn man sich direkt Notizen macht.

Vielleicht sogar im besagten Stellplan. Dank digitaler Technik können die Messergebnisse direkt in passende Einrichtigungs-Programme am mobilen Rechner eingegeben werden. Ein erheblicher Vorteil, weil man sich so ein wirklich präzises Bild von der zukünftigen Wohnsituation verschaffen kann. Solche Chancen sollte sich heute im Grunde niemand mehr entgehen lassen, wenn das Mietverhältnis von Dauer sein soll.

Merke:

Für den Möbelstellplan sind genaue Daten unerlässlich, mit Näherungswerten ist eine objektive und zuverlässige Planung schlicht nicht möglich. Abgesehen davon, dass exakte Angaben, die sich nicht mit den Zahlen aus dem vorliegenden Mietvertrag decken, eine gute Grundlage für Mietverhandlungen sind, falls sich potentielle Mieter und Vermieter schon während der ersten Besichtigung ansonsten weitgehend einig sind.

 

 

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Typische Zeiträume vor der Wohnungsübernahme

Genaue Vorgaben für die Zeiträume zur Wohnungsübernahme gibt es im eigentlichen Sinne eher nicht. Mieter haben das Recht, bis zum Ende der Vertragslaufzeit den Wohnraum zu nutzen.

Läuft der Vertrag also zum Beispiel bis zum 30. April, besteht das Nutzungsrecht für den Vormieter bis zum tatsächlichen Datumswechsel um Mitternacht. Frühere Wohnungsübernahmen sind aber durchaus üblich, weil viele Vormieter selbst froh und dankbar sind, wenn die Nachmieter einziehen und somit bereits die Miete übernehmen.

Wohnungsübergabe - Übergabe der Mietwohnung - Tipps

Denn in den meisten Fällen wurden bereits neue Mietverträge unterzeichnet. Zu beachten ist bei der Vereinbarung eines Termins für die Wohnungsübernahme, dass im Einzelfall nicht nur der Wohnraum übergeben wird. Auch zum Mietverhältnis gehörende Garagen, Parkplätze, Dachböden oder Kellerräume sollten am besagten Tag freigeräumt sein.

Bei Verzug durch Mieterschuld können Extrakosten entstehen

Die endgültige Wohnungsübernahme wird in der Regel zwischen Vermietern und neuen Mietern erfolgen. Denn vor der Übergabe des Schlüssels gilt es alles Wesentliche mit dem Vormieter zu klären. Und dazu gehört die Begehung der Wohnung samt Feststellung möglicher Mängel am Wohnraum, anderen Räumlichkeiten und des eventuell mitgemieteten Inventars.

Üblicherweise findet die Wohnungsübernahme durch den Vermieter oder bevollmächtigte Verwalter unmittelbar zum Ende des Mietvertrags statt. Gibt es Probleme bei der Terminfestlegung und gehen diese auf das Konto des Mieters, muss dieser anteilig pro Tag an der Miethöhe kalkuliert für Kosten aufkommen. Liegt die Verantwortung für die verspätete Übernahme der Wohnung und der Wohnungsschlüssel beim Vermieter, entstehen dem Mieter natürlich keine weitere Mietkosten.

Typischerweise wird die Rückgabe des Mietobjekts samt des vollständigen Schlüsselsatzes für den letzten Tag der Mietzeit festgelegt. Fällt dieser Tag auf einen Samstag bzw. einen Sonn- oder Feiertag, bleibt Mietern Zeit bis zum nächsten Werktag, bevor der Vermieter seinen Räumungsanspruch geltend machen kann.

Auf Wunsch einer der beiden Parteien kann die Übergabe auch vor dem Mietende liegen. Die andere Seite muss diesem Wunsch aber nicht automatisch zustimmen, sondern kann auf Einhaltung der Vertragsvereinbarungen bestehen. 

Tipp:

Sowohl Vor- als auch Nachmieter sollten unbedingt an die Erstellung eines Wohnungsübergabeprotokoll denken. Dies sollte gemeinsam mit dem Vermieter erstellt werden. So wird verhindert, dass später Rechtsstreitigkeiten wegen etwaiger Schäden im oder am Wohnraum aufkommen, deren Verursacher am Ende niemand gewesen sein will.

 

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