Umzugsstudie: Wie ziehen die Deutschen am liebsten um?

Umziehen, das zeigt die Auswertung eines Fragebogens der Umzug AG sehr deutlich, ist in Deutschland ein großes und wichtiges Thema für die Verbraucher. Die vom Münchener Institut ODC Services durchgeführte Studie lässt erkennen: Mobilität ist für viele Menschen nicht nur ein individuelles Bedürfnis, sie wird auch in zunehmendem Maße im beruflichen Zusammenhang als eine Art Qualifikationsmuster immer öfter vorausgesetzt.

Die Auswirkungen der zunehmenden Mobilität der Menschen wirken sich in mehrerlei Hinsicht auf die Gesellschaft und die Wirtschaft aus. So zeigt sich beispielsweise im Internet, dass Menschen verstärkt in diesem Bereich nach professioneller Hilfe suchen, um sich in den verschiedenen relevanten Dingen, die zwangsläufig mit einem Umzug einhergehen, besser vorbereiten zu können. natürlich hat dies zur Folge, dass Dienstleister zunehmend an der Entwicklung themenbezogener Angebote im Web arbeiten müssen, um die neuen Wünsche und Ansprüche der Kunden erfüllen zu können.

Hierbei spielt vor allem die überregionale Ausrichtung von Dienstleistungen immer öfter eine wichtige Rolle. Verbraucher möchten schon im Vorfeld eines Wohnungs- und einem möglichen Ortswechsel so bequem wie möglich die nötigen Vorkehrungen treffen, ohne dabei mit großem zeitlichen Aufwand vorgehen zu müssen. Diese veränderte Verhaltensweise betrifft nicht zuletzt Behörden, die ihren Bürgern schrittweise bessere Möglichkeiten für die Ummeldung von Wohnorten, Fahrzeugen und anderen Formalitäten bereitstellen. Dass sich diese Neuorientierung lohnt, zeigt sich auch in den Behörden selbst, die durch virtuelle Vorbereitungsarbeit Mitarbeiter und Besucher gleichermaßen entlasten können.

Umzugsinformationen

Betroffen von den neuen Lebensplanungen der Verbraucher sind auch die Unternehmen aus den Bereichen der Telekommunikation oder Speditionsunternehmen, die als professionelle Partner wahlweise Fahrzeuge per Internet vermieten oder für den Umzugstag gebucht werden können. Internet-Provider, Energieversorger, Banken und Versicherungen richten sich ihrerseits zunehmend auf die Kundenwünsche in Punkto Flexibilität aus.

Einfache Vertragsabschlüsse, Ummeldungsmöglichkeiten und direkte Hilfe beim Wechsel von einem Anbieter zum einem Mitbewerber werden immer öfter als Entscheidungskriterien erkannt. So übernehmen viele Telefon- oder Internet-Anbieter, aber auch manche Bank für ihre Neukunden alle lästigen Wechselmaßnahmen, einzig die Unterschrift muss der Kunde vielfach noch unter die Dokumente setzen.

Die maßgeblich von der Umzug AG auf den Weg gebrachte Marktstudie befasst sich ausführlich mit dem virtuellen Umzugsmarkt, der sich in Deutschland innerhalb weniger Jahre deutlich verändert und vor allem vergrößert hat. Die repräsentative Onlinebefragung bezieht sich auf die Aussagen von 1.743 zur Teilnahme eingeladenen Personen.

Aussagen zur persönlichen Umzugshistorie und Erwartungen

62 Prozent – dies sind 1.088 Personen – der Teilnehmer gaben zu Protokoll, sie hätten wahlweise innerhalb der vergangenen zehn Jahre einen Umzug hinter sich gebracht oder zögen einen solchen für die kommenden fünf Jahre in Erwägung. Hochgerechnet ergibt die Rechnung einen Anteil von 24,0 Millionen der Internetnutzer in Deutschland, auf die eine der beiden Prämissen zutrifft. In Gänze ausgefüllt wurde der Fragebogen der Umzug AG von 1.000 Personen.

Hierbei liegt der Anteil der Personen, die innerhalb der vergangenen zehn Jahre einen Umzug absolviert haben, sogar bei 85 Prozent. Auch dieser Wert liegt nach Hochrechnung über der Grenze von 20 Millionen umgezogenen Personen. Etwa 68 Prozenten dieser 1.000 Personen erwarten einen Umzug innerhalb der kommenden fünf Jahre. Somit könnten mehr als 16 Millionen Menschen in den nächsten Jahren umziehen.

Für die Umzugsbranche sind solche persönlichen Einschätzungen der Verbraucher (wenngleich nur derer, die im Internet aktiv sind, wenngleich diese Gruppe inzwischen fast 38,50 Millionen Mitglieder hat in Deutschland) wichtige statistische Größen, um Entwicklungen vorhersehen und in entsprechender Weise reagieren zu können. Ein Faktor, der keine Relevanz für diese Auswertung hatte, ist die Nationalität der Umfrageteilnehmer.

Stressfrei umziehen

 

Deutsche Verbraucher planen den Umzug lieber langfristig

Interessante Einblicke bietet die Auswertung der Umzug AG und ihrer Partner auch dahingehend, wie die deutschen Verbraucher bei der Planung eines Umzugs angehen. Während bisher vielfach ohne eingehende Belege davon ausgegangen wurde, viele Umzüge würden relativ kurzfristig in Angriff genommen, stellt die Studie klar, dass dem eher nicht so ist. So gaben 53 Prozent der Befragten auf ihrem virtuellen Fragebogen an, für die Planung und Abwicklung eines Umzugs mindestens einen Monat und maximal drei Monate aufzuwenden.

Von Kurzschluss-Umzügen kann somit nicht gesprochen werden. Nur etwa ein Fünftel der deutschen Bevölkerung opfert weniger als vier Wochen für die Umzugsplanung und –Durchführung. Fast zu erwarten war die Erkenntnis, dass es meist die jüngeren Teilnehmer der Umfrage sind, die gerne und oft eher kurzentschlossen ans Werk gehen.

Rund 26 Prozent der Befragten hingegen – dabei handelt es überproportional häufig die Verbraucher der Altersklasse 50plus – nehmen sich für den Umzug mit allem Drum und Dran sogar mehr als drei Monate Zeit, um sich neben dem Job keiner Überbelastung auszusetzen. Insgesamt kann somit gesagt werden, dass 79 Prozent der Umfragteilnehmer mindestens einen oder gar mehrere Monate für einen Umzug einplanen.

Deutlich wird auch, dass die große Mehrheit der Umzüge nicht in die sprichwörtliche große weite Welt führt. Ein Fünftel der Befragten erwartet für den nächsten Umzug, die so genannte nähere Umgebung nicht zu verlassen, 52 Prozent der Personen hält sogar einen Umzug am bisherigen Wohnort für realistisch. Nur für etwa 28 Prozent kommt ein Umzug auf große Distanz infrage, sofern die Verbraucher dies auf eigene Faust entscheiden können.

Kaum saisonale Unterschiede

Eine Vermutung, die im Rahmen der Umzugsstudie ihre Bestätigung findet, ist die, dass die meisten Menschen keinen Umzug in den kalten Wintermonaten in Betracht ziehen. Alle anderen Jahreszeiten liegen recht eng beieinander in der Nennung. So nennen jeweils ein Viertel der Befragten den Sommer oder das Frühjahr als Wunschtermin, der Herbst bringt es immerhin noch auf einen Wert von 21 Prozent. Was bedeuten diese Aussagen aus wirtschaftlicher Sicht?

Umzugsunternehmen können sich höchstwahrscheinlich aufwendige Werbemaßnahmen im Umfeld der Wintermonate für die wärmeren Jahreszeiten aufsparen. Passender hingegen scheinen Maßnahmen zur Steigerung der Aufmerksamkeit für die eigenen Dienstleistungen hinsichtlich der Verbraucher, die weiter Entfernungen zwischen bisherigen und zukünftigen Wohnorten überbrücken müssen im Zuge eines Umzugs. Rund 6,7 Millionen potentielle Kunden sind eine klare Ansage für die Unternehmen der Branche.

 

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Wohnung ausmessen bei der Besichtigung

Einen Zollstock oder ein langes Maßband sollte generell jeder bei der Wohnungsbesichtigung bei sich haben, um von Anfang an alle Fakten schwarz auf weiß festhalten zu können.

Das schafft Sicherheit bei der zeitlichen Planung in der heißen Phase vor dem Umzug. Denn wer bei der Besichtigung vergisst, die Wohnung auszumessen, muss später den Vermieter oder Vormieter bitten, nochmals Zugang zur Wohnung zu erhalten vor dem Einzugstermin.

Und letztlich ist es vor allem der Vormieter, der in diesem Punkt grünes Licht geben muss, falls die Wohnung bis zur Wohnungsübergabe an den neuen Mieter bewohnt bleibt. Vor allem bei einem kurzfristigen Mieterwechsel kann die versäumte Maßnahme zu Hektik und Problemen führen. Neue Möbel können nur bedingt treffsicher erworben werden, wenn man keinen genauen Überblick darüber hat, ob und wo ausreichend Platz fürs alte und neue Mobiliar ist.

Hauptaugenmerk auf verwinkelte Ecken und Schrägen

Insbesondere in Dachwohnungen mit vielen Schrägen sollte man unbedingt alles genau ausmessen. Denn sie rauben der Stellfläche schnell einige Quadratmeter. Oft empfiehlt es sich beim Ausmessen, mindestens eine andere Person mitzunehmen. Allein gestaltet sich die Messarbeit möglicherweise recht kompliziert.

Vergessen werden sollte im Übrigen nicht, dass Häuser und Wohnungen nicht nur breit und lang, sondern eben auch hoch sind. Will man die Wohnung ausmessen bei der Besichtigung, sollte die Deckenhöhe auch allgemein notiert werden. Sonst sind die Schränke später vielleicht doch zu hoch.

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Computer als Hilfestellung beim Planen und Berechnen

Auf Schätzungen der Wohnungsmaße sollte im eigenen Interesse verzichtet werden. Sie können zum bösen Erwachen führen – plötzlich stimmen die tatsächlichen Daten in der Wohnung nicht mit den Wünschen auf dem Möbelstellplan übereinander, so dass guter Rat teuer ist und ein Umdenken erforderlich wird. Besonders clever geht man vor, wenn man sich direkt Notizen macht.

Vielleicht sogar im besagten Stellplan. Dank digitaler Technik können die Messergebnisse direkt in passende Einrichtigungs-Programme am mobilen Rechner eingegeben werden. Ein erheblicher Vorteil, weil man sich so ein wirklich präzises Bild von der zukünftigen Wohnsituation verschaffen kann. Solche Chancen sollte sich heute im Grunde niemand mehr entgehen lassen, wenn das Mietverhältnis von Dauer sein soll.

Merke:

Für den Möbelstellplan sind genaue Daten unerlässlich, mit Näherungswerten ist eine objektive und zuverlässige Planung schlicht nicht möglich. Abgesehen davon, dass exakte Angaben, die sich nicht mit den Zahlen aus dem vorliegenden Mietvertrag decken, eine gute Grundlage für Mietverhandlungen sind, falls sich potentielle Mieter und Vermieter schon während der ersten Besichtigung ansonsten weitgehend einig sind.

 

 

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